Prunkwinden (Ipomoea)

auch Prachtwinden

Einige Arten Giftig

Wirkung:

sehr unterschiedlich von giftig bis essbar, halluzinogen

Anwendungsbereiche:

sehr unterschiedlich

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

im tropischem Klima wie zum Beispiel Mittel- und Südamerikas, einige Arten findet man auch in den gemäßigten Zonen.

Inhaltsstoffe:

In einigen Arten der Prunkwinden wurden Mutterkornalkaloide festgestellt, oder Anthocyane, Flavonoide, Phenole oder wie in der Süßkartoffel Stärke und Zucker.

Sonstiges:

Prunkwinden-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen, Sträucher oder Bäume, die meist kletternd oder niederliegend wachsen. Ihre wechselständig angeordneten Laubblätter sind variabel in Form und Größe und die Blüten stehen einzeln oder in Gruppen, meist zwittrig und fünfzählig. Die Kelchblätter können krautig oder ledrig sein, während die Kronen meist radiärsymmetrisch und im lila Farbspektrum gefärbt sind. Der Fruchtknoten ist in der Regel zwei- oder vierkammerig und meist werden trockene Kapselfrüchte mit mehreren Samen gebildet.

Von den etwa 650 Prunkwinden-Arten sind wohl die bekanntesten die Süßkartoffel (Ipomoea batatas) und der Wasserspinat (Ipomoea aquatica). Die Knolle der Süßkartoffel wird wie die bei uns bekannte Kartoffel (Solanum tuberosum) verwendet und sie schmeckt süß. Der Wasserspinat wird in den asiatischen Ländern als Gemüse verwendet. Er schmeckt mild, wird wie Spinat verwendet und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. In der asiatischen Küche wird er gebraten, gedämpft oder fermentiert. Als Zierpflanzen werden in Mitteleuropa vor allem die Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea) und die Himmelsblaue Prunkwinde (Ipomoea tricolor) kultiviert.

Von der Himmelsblauen Prunkwinde (Ipomoea tricolor) werden die Samen von indigen mexikanischen Stämmen aufgrund ihrer medizinischen (psychoaktiven) Eigenschaften verwendet. Durch das Einweichen der Samen in Wasser und den Konsum der entstehenden Emulsion können halluzinogene Rauschzustände erzielt werden. Die Inhaltsstoffe der Samen enthalten eine psychotomimetische und halluzinogene Wirkung. Ein Wirkstoff ist LSA: LSA ist die Abkürzung für Lysergsäureamid, eine psychoaktive Substanz, die in einigen Pflanzen vorkommt und eine dem LSD ähnliche, aber meist schwächere Wirkung hat. Es ist ein natürliches Ergolin-Alkaloid, das auch in psychedelischen LSD-Analoga vorkommt und in der Medizin bei bestimmten Beschwerden eingesetzt wird. Der Konsum von LSA-haltigen Pflanzen kann zu euphorischen Zuständen, aber auch zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufproblemen führen. (Ich rate dringend von der Eigenanwendung ab)

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