Wirkung:
–
Anwendungsbereiche:
nicht bekannt
Verwendete Pflanzenteile:
–
Sammelzeit:
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Zu finden:
von Europa bis Tibet und Nordafrika. Sie wächst in stillen und leicht fließenden Gewässern mit voller Sonne. In Deutschland ist der Gewöhnliche Wasserschlauch gefährdet, in Baden Württemberg sogar stark gefährdet.
Inhaltsstoffe:
sind nicht ausreichend bekannt
Sonstiges:
Die frei flottierende Pflanze hat über einen Meter lange Sprossachsen und segmentierte, fein verzweigte Blätter. Ihre Wasserblätter sind 1 bis 8 cm lang und besitzen blasenförmige Anhängsel. Gelbe Blüten ragen an aufrechten Stielen aus dem Wasser und bilden lockere Trauben. Diese zweilippigen, goldgelben Blüten erscheinen von April bis August und werden hauptsächlich von Schwebfliegen bestäubt. Der ähnliche Verkannte Wasserschlauch hat eine anders geformte Ober- und Unterlippe der Blüten.
Der Gewöhnliche Wasserschlauch ist eine untergetauchte, fleischfressende Wasserpflanze. Nur zur Blütezeit von April bis August schwimmt sie oben. Wenn Kleintiere an die Klappborsten gelangen, schnappt die Klappe nach innen, und die Tiere werden mit dem umgebenden Wasser in den Fangschlauch gesogen. Dies dauert gerade mal 2 Millisekunden und ist somit ein der schnellsten Bewegungen im Pflanzenreich. Nach der Verdauung ist die Falle nach circa 0,2 bis 2 Stunden wieder einsatzbereit. Es wurden in 600 untersuchten Schläuchen insgesamt 2.000 Tierchen gefangen, das heißt bis zu 14 Tierchen in einem Schlauch. Von den Tierchen sind über die Hälfte Kleinkrebse, es waren aber auch Insektenlarven dabei, zum Beispiel von Mücken und kleine Algen.
Ähnlich wie bei der Pechnelke (Viscaria vulgaris, syn. Silene viscaria), ist der Gewöhnliche Wasserschlauch am oberen Teil des Stängels klebrig und schützt sich so vor unerwünschte Blütenbesucher.
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