Giftig
Wirkung:
Öl – hautreizend, giftig
Anwendungsbereiche:
Öl – Warzen, Hühneraugen
Verwendete Pflanzenteile:
Kerne und das giftige Öl
Sammelzeit:
–
Zu finden:
kommt ursprünglich aus Nordamerika.
Inhaltsstoffe:
Cardol, Anacardsäure
Öl – Anacardsäure, Alkylsalicylsäuren, Gallussäure und Glucoside
Kerne – Ölsäure, Linolsäure, Triglyceride, Proteine, Kohlenhydrate, Mineralstoffe
Sonstiges:
Der Cashewbaum ist ein schnellwüchsiger, immergrüner Laubbaum, der Höhen von über 10 m und einen Durchmesser von 30 bis 70 cm erreicht. Seine Krone ist meist symmetrisch, kann aber in windigen Gebieten unregelmäßig sein. Der Baum hat tiefe Pfahlwurzeln und ein ausgedehntes Wurzelsystem, was ihn gut gegen Wind und Erosion schützt. Die Borke wird mit dem Alter braun bis grau-braun und ist rau und rissig. Die Blätter sind ledrig, etwa 8–15 x 6–13 cm groß, und haben eine wechselnde Nervatur. Die Blütenstände sind 20–25 cm lang mit kleinen, sitzenden bis kurz gestielten Blüten. Es gibt auch Deckblätter und behaarte Kelchblätter. Die Kronblätter sind weiß bis rötlich und haben eine feine Behaarung. Der Fruchtknoten ist bei zwittrigen Blüten oberständig und hat einen langen Griffel mit einer kopfigen Narbe. Es gibt auch extraflorale und florale Nektarien. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen, Fliegen, Ameisen und den Wind. Die Cashewfrucht ist eine kleine, nieren- oder boxhandschuhförmige Steinfrucht, die an einem dicken Fruchtstiel hängt. Sie wird geerntet, um den Cashewkern zu gewinnen. Der Fruchtstiel, auch Cashewapfel genannt, ist eine Scheinfrucht und nicht die eigentliche Frucht des Cashewbaumes. Reif ist er gelb, orange oder rot und hat einen süßlichen Duft. Der Geschmack ist süßsäuerlich, leicht apfelartig, und er enthält viel Vitamin C. Der Saft der rohen Scheinfrucht ist farblos, hinterlässt aber beim Trocknen schwarze Flecken. Da der Cashewapfel leicht verderblich und druckempfindlich ist, kann er schwer transportiert und nur direkt nach der Ernte weiterverarbeitet werden.
🛑 Allergie gegen Cashew-Kerne. Histamin-Unverträglichkeit. Zwischen den beiden Schalen befindet sich eine ölige, giftige und stark ätzende Substanz. Die Schale der Cashewfrucht enthält ein giftiges Öl, das die Haut bei Kontakt stark reizt. Das Öl Cardol in rohen Cashewsamen ist unverträglich und greift die Schleimhäute an. Die Schale der Samen enthalten Anacardsäure, die eine Kontaktdermatitis und heftige allergische Reaktionen auslösen kann.
Um die Früchte der Cashew gefahrlos öffnen zu können, werden sie nach der Ernte mit Wasserdampf behandelt oder in Öl geröstet, wodurch die harte Schale aufgeweicht wird und das Öffnen erleichtert wird. Nach dem Schälen müssen Cashewnüsse anschließend wärmebehandelt werden, sei es durch Rösten, Kochen oder Dämpfen, um das in der Nuss enthaltene Öl zu deaktivieren oder zu entfernen, welches in rohem Zustand gesundheitsschädlich sein kann. Diese Verfahren sind entscheidend, um die Nüsse für den Verzehr sicher und schmackhaft zu machen, und sie tragen zudem zur intensiven Röstung bei, die den einzigartigen Geschmack und das Aroma der Cashewnüsse entwickeln.
In der Küche kann man den Cashewapfel zu Cashew-Saft machen, oder zu Marmelade verarbeiten. In Brasilien gibt es das Getränk Cajuína, was eine medizinische und rituelle Wirkung zugesprochen wird. Der Saft wird auch zu Schnaps gebrannt im indischen Goa, dort heißt er Cashew-Feni. Aus der Frucht wird ein Milchersatz hergestellt, was es im Handel als Cashew-Drink zu kaufen gibt. Die Cashew-Kerne werden im Handel als Nüsse verkauft, sind aber botanisch gesehen Steinfrüchte. Kaufen kann man sie roh, geröstet und gesalzen, karamellisiert oder gewürzt. Der Geschmack ist süßlich-nussig. Aus ihnen kann auch ein Öl (Acajouöl) gepresst werden. Die Kerne enthalten ein durchschnittliches Öl-Gehalt von ca. 45,6 %.
Außerdem gibt es Cashew-Schalenöl, was medizinisch und industriel genutzt wird, aber das Öl ist hautreizend. Dieses Öl soll vor Termitenfraß und Wurmbefall beim Holz und Papier schützen.
Die Angaben beziehen sich auf 100 g Kerne, ungeröstet, ohne Salz.
| Bestandteile | Mineralstoffe | Vitamine | Aminosäuren |
| Wasser 1,7 g Eiweiß 15,3 g Fett 46,4 g Kohlenhydrate 32,7 g Ballaststoffe 3,0 g Mineralstoffe 1,4 g | Kalium 565 mg Phosphor 490 mg Magnesium 260 mg Calcium 45 mg Natrium 16 mg Zink 5,6 mg Eisen 6,0 mg Mangan 0,87 mg Kupfer 2,22 mg Selen 0,0117 mg | B3 1,4 mg B5 1,22 mg B1 0,2 mg B6 0,26 mg B2 0,2 mg B9 0,069 mg Vitamin K 0,0347 mg Vitamin E 0,92 mg | Tryptophan 238 mg |
In kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewkernen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin. (Wikipedia)
Im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Norte, in der Stadt Parnamirim, steht der größte Cashewbaum der Welt.
Der Cashesbaum wurde 2025 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.
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