Wirkung:
antibakteriell, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Verdauungsstörungen, Stoffwechselstörungen, Rheuma, Gicht, Menstruationsbeschwerden, Leberbeschwerden, Bronchitis, als allgemeiner immunstärkendes und kräftigendes Mittel
Verwendete Pflanzenteile:
Junge Triebe und Blätter, Blüten, Samen und Wurzel
Sammelzeit:
Wurzel im zeitigen Frühjahr oder Herbst,
Samen vor dem Abfallen (ca. August)
Zu finden:
in Auwäldern, schattige Jungwälder, Feuchtwiesen
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Furocumarine
Sonstiges:
Die Wald-Engelwurz ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die 50 bis 150 Zentimeter hoch wird. Sie stirbt meist nach einmaligem Blühen ab. Die Grundachse ist dick und füllt sich im Frühjahr mit gelblichem Saft, hat einen möhrenartigen Geruch und ist spindelförmig. Die oberirdischen Teile sind dunkelgrün, der Stängel ist aufrecht, rund und meist verzweigt. Die Laubblätter sind relativ groß, bis 60 Zentimeter lang, mit großen, kahl geblähten Blattscheiden. Die Blattstiele sind vertieft, hohl und halbmondförmig. Die Blattspreiten sind rau, behaart und dreieckig, die Fiedern sind eiförmig-länglich mit spitzen Enden. Die Blütezeit ist von Juni bis September, der Blütenstand hat bis zu 20 Zentimeter Durchmesser und die Blüten sind weiß oder rosa mit einer Größe von etwa 2 Millimetern.
🛑 Wald-Engelwurz enthält in geringen Mengen Furocumarine, was bei empfindlichen Personen bei der Berührung mit dem Presssaft einen Lichtempfindlichkeit hervorrufen kann.
Nur durch die Frucht, die weißeren Blüten und den gedrungenen Wuchs unterscheidet sie sich von der Arznei-Engelwurz (Angelica archangelica), von der ebenfalls heilkräftigen Wald-Engelwurz. Die Wald-Engelwurz hat grünliche Blüten, die Wurzel schmeckt bitterer. Die Verwechslung mit giftigen Doldenblütlern ist fast nicht möglich, wenn man auf den Duft achtet. Angelika duftet gut und würzig, etwa nach Sellerie und süßlich. Schierling und Riesenkerbel riechen schlecht, nach Moder und Tod.
In der Küche kann man die Blätter und Triebe roh oder gegart in Salaten, Saucen, Suppen, Wildgemüsegerichten und in Obstsalaten essen. Die Stängel können kandiert oder in Essig und Öl eingelegt werden, genauso wie die Blüten, Samen und Wurzeln. Die Wurzeln kann man zum Aromatisieren von Likören, Süßspeisen und Spirituosen verwenden. Die Samen lassen sich als Gewürz für Brot und Gebäck nutzen.
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