Adlerfarn (Pteridium aquilinum)

Giftig

Wirkung:

wahrscheinlich krebserregend, giftig

Anwendungsbereiche:

nicht bekannt

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

in artenarmen Laub- und Nadelwäldern, Waldrändern und Kahlschlägen auf sauren Böden.

Inhaltsstoffe:

Blausäure-Glykoside, Enzyme, Thiaminase, Saponine, Pteridin, Kieselsäure

Sonstiges:

Der Adlerfarn hat ein kriechendes Rhizom, das 5 bis 50 Zentimeter tief im Boden wächst und 2 bis 10 Millimeter dick ist. Jährlich entstehen aus dem Rhizom die überhängenden Wedel, die 0,5 bis 2 Meter hoch sind, unter guten Bedingungen aber bis zu 4 Meter erreichen können. Der Wedelstiel ist 1 bis 3 Meter lang und hat gelbliche, seicht rinnenförmige Eigenschaften. Die Fiedern sind dreieckig geformt, untere sind gestielt und obere sitzend. Die Blattabschnitte sind kammförmig und ganzrandig. An der Unterseite der Blätter gibt es Nektarien, die zuckerhaltige Flüssigkeit absondern. Die Sori befinden sich an der Unterseite der Blattfiedern und sind von einem dünnen Schleier und dem umgerollten Blättchenrand bedeckt.

🛑 Die gesamte Pflanze ist giftig. Menschen und Tiere reagieren unterschiedlich auf den Adlerfarn, so zerstört bei Pferden, Ziegen und Schweinen das Enzym Thiaminase der frischen Pflanze das Vitamin B1, was sich in Störungen des zentralen Nervensystems und der Motorik äußert (Taumelkrankheit). Rinder reagieren vor allem mit Blutungen im Maul, Nase und Stoffwechselorganen – blutigem Stuhl und Urin. Auch die Entstehung von Blasen- und Darmkrebs bei Rindern, die die Pflanze fressen, gilt als nachgewiesen. Beim Menschen vermutet man eine krebserregende Wirkung. Giftnotrufzentrale Bonn: Vorsicht: Die wild wachsenden Farne wie Adlerfarn, Gemeiner Wurmfarn etc. sind nicht so harmlos wie die beschriebenen Zimmerfarne. Bei Verzehr solcher Farne sollte immer eine Giftnotrufzentrale angerufen werden!

Trotz der Giftigkeit dieser Pflanze wird sie in einigen Ländern gegessen. In einigen Gebieten Nordamerikas und Asiens, sowie in Neuseeland und Afrika wird der Adlerfarn verzehrt. Ein verstärktes Auftreten von Tumoren der Speiseröhre und Magenkarzinomen in diesen Gegenden wird damit in Verbindung gebracht.

In asiatischen Ländern wie China ist Farn dagegen bereits seit 3000 Jahren Teil des Speiseplans. Adlerfarn gilt dabei als die beliebteste Farnspezies, von der alle Teile so zubereitet werden, dass sie essbar sind. (Wikipedia)

Als Färbepflanze werden die Wurzeln verwendet. Sie färben kastanienbraun und mit Alaun olivgrau. Das frische Kraut hat einen weinblattgrünen Farbton.

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