Quecke / Kriech-Quecke (Elymus repens, Agropyron repens)

Wirkung:

harntreibend, anregend, keimtötend, schmerzstillend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche:

Entzündungen der ableitenden Harnwege, als Durchspülungstherapie bei der Neigung zu Nieren- oder Blasensteinen, Nierengrieß, Erkältungskrankheiten mit Husten und Entzündungen der Nebenhöhlen, Haut, Bindegewebe, Entzündungen, Wunden, als Blutreinigungsmittel, reinigt die Nieren, die Blase und den Magen, Bluterbrechen von Magengeschwüren, chronische Leberentzündung, Haarausfall, brüchige Finger- und Zehennägel, Bandscheibenproblemen, Ischias, Entzündungen des Nagelbettes, Bettnässen, Inkontinenz, Nierenbecken- und Blasenentzündungen, Nierengrieß, Wassereinlagerung (Ödeme) Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft, bei Hautunreinheiten, Frühjahresmüdigkeit

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzeln

Sammelzeit:

Frühjahr oder Herbst

Zu finden:

Quecken sind überall zu finden. In jedem Garten, Park, auf Wiesen, Böschungen, im Unterholz, bei Gebüschen, und Ackerrändern.

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle, Schleimstoffe, Triticin, Mannit, Inosit, Kieselsäure

Sonstiges:

☕ Tee: 4 Teelöffel Wurzeln mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen (oder kalt zustellen und einige Stunden stehen lassen). 10 Minuten ausziehen lassen. Bis zu 4 Tassen täglich kurmäßig trinken.

Die Quecke kann bis zu 90 cm hoch werden und gehört zur Familie der Süßgräser. Die kriechende Röhrenwurzel ist langgestreckt, während die Blätter schlank sind. Jeder kurze Stängel bringt fünf bis sieben Blätter und möglicherweise eine Blütenähre am Ende hervor. Jede Blütenähre besteht aus eiförmigen Ähren, die weniger als 2,5 cm lang sind. Die Blüten erscheinen im späten Juni bis August. Die Samenköpfe sehen aus wie ein Getreidehalm. Die Wurzeln sind länglich, dünn, röhrenförmig und von weißlicher Farbe mit gelben Enden. Die Kriech-Quecke wächst aggressiv und ist in der Lage, Nutzpflanzen zu verdrängen.

🛑 Bei eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit sollte man vor einer Kur mit dem Arzt Rücksprache halten!

Die Queckenwurzel kann genauso wie das Zinnkraut verwendet werden.

Die Quecke ist eine Einschleuserpflanze für Kieselsäure.

In den GUS-Staaten wird die Quecke auch als Nahrungsmittel verwendet. Der Geschmack der Kriech-Quecke ist erst stärkeartig, dann süßlich, was sie zu einer interessanten Zutat in der Küche macht. Die unterirdischen Pflanzenteile kann man, solange das Gras nicht wächst, trocknen und dann zu Mehl zermahlen; es eignet sich hervorragend zum Strecken von Getreidemehl und verleiht den Backwaren eine besondere Note sowie zusätzliche Nährstoffe. Frisch werden die Ausläufer zum Garnieren von Salaten verwendet oder gekocht zu Suppen gegeben, was diesen Gerichten eine angenehme Textur und einen milden Geschmack verleiht. Des Weiteren wurden die Ausläufer auch zu Sirup verarbeitet oder geröstet als Kaffee-Ersatz und zur Alkoholgewinnung verwendet, was die Vielseitigkeit dieser Pflanze unterstreicht. Aufgrund ihrer zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten in der traditionellen und modernen Küche erfreut sich die Quecke einer wachsenden Popularität, und immer mehr Menschen entdecken, wie schmackhaft und nahrhaft diese oft übersehene Pflanze sein kann. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde mit diesen Wurzeln in Deutschland Bier gebraut.

Die Kriech-Quecke gehört zu den Süßgräsern und auch sie kann vom Mutterkorn (Pilz) befallen werden.

Die Quecke enthält in 100 g:

Eiweiß5 bis 6 g
Zucker30 bis 40 g
Mehrfachzucker10 g
Vitamin C150 mg
Karotin6 mg

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Bild: Wikipedia, Matt Lavin from Bozeman, Montana, USA, Agropyron repens, CC BY-SA 2.0

Kommentar verfassen