Wirkung:
entzündungshemmend, zusammenziehend, blutstillend, desinfizierend, verdauungsfördernd, appetitanregend
Anwendungsbereiche:
Entzündungen der Schleimhäute, Entzündungen, Katarrhen, Halsentzündung, Bronchitis, Magen- oder Darmentzündungen, Wunden, Verbrennungen, eingerissene Haut, Lidrand-Entzündung, Durchfallerkrankungen
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte und deren Samen
Sammelzeit:
September, Oktober
Zu finden:
Gartenbaum
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe (Tannin), Schleimstoffe, Fruchtsäuren, Amygdalin, Pektin, Vitamine, Mineralstoffe
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel ganze Kerne mit 1 Tasse lauwarmem Wasser übergießen und stehen lassen. Wenn das Wasser schleimig geworden ist (kann mehr als 1 Stunde dauern), abseihen und trinken. 2 bis 3 Tassen täglich sind üblich bei einer akuten Halsentzündung, bei Bronchitis oder bei Magen- oder Darmentzündungen.
Die Quitte ist ein laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum, der 4 bis 8 Meter hoch wird. Die junge Rinde ist violett und behaart, wird später bräunlich violett und glatt. Die Blätter sind bis zu 10 cm groß, dunkelgrün und filzig behaart. Die Blätter haben einen behaarten Blattstiel von 0,8 bis 1,5 cm und eine eiförmige bis rundliche Blattspreite, die 5 bis 10 cm lang und 3 bis 5 cm breit ist. Die Quitte blüht nur kurz in Mai und Juni und es gibt selbstfruchtbare und selbstunfruchtbare Sorten. Die Früchte sind gelb, duftend und enthalten viele Samen, wobei die Wildform einen Durchmesser von 3 bis 5 cm hat. Die Früchte werden von September bis November geerntet und können in die Kategorien Apfelquitte oder Birnenquitte eingeteilt werden.
Die Quitte gehört zur Familie der Rosengewächse. Der Baum wird maximal 3 Meter hoch. Die Blüten sind rötlich weiß. Aus ihnen gehen dann die goldfarbenen, an Äpfel erinnernden Früchte hervor. Quittenfrüchte haben einen starken zitronenartigen Geruch. Die Früchte sollte man nicht roh essen, sondern kochen, dann verlieren sie ihre Bitterstoffe. Sie enthalten viel Vitamin C, Kalium und Kupfer.
🛑 Die Samen enthalten Schleimstoffe, giftige cyanogene Glycoside und Öl.
Damals verwendete man die Quitte als Aphrodisiakum und in der Parfümherstellung.
In der Küche verwendet man die Früchte gekocht, gedünstet, gedämpft oder gebacken. Man kann aus ihnen Gelees, Marmeladen, Säfte, Kompotte, Mus, Chutney, Saft, Likör, Wein, Schnaps und Secco herstellen.
Quittensamen werden (unzerkleinert, da sonst Blausäure aus Amygdalin frei wird) in der Volksheilkunde verwendet.
Hildegard von Bingen: Der Quittenbaum ist schlau. Gekocht ist seine Frucht dem Kranken und Gesunden bekömmlich. Sie unterdrückt die Gicht und wenn der Mensch Geschwüre oder etwas Übelriechendes in sich hat, so koche und brate er die Frucht und esse sie oft und lege sie auf die Geschwüre und er wird geheilt werden.
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