Wirkung:
knochenstärkend, entwässernd, entgiftend, abführend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Diätspeise bei Nieren- und Leberbeschwerden, Gicht, Rheumatismus, fördern die Verdauung, regen den Appetit an, erleichtern die Darmentleerung
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte, Blätter, Blüten
Sammelzeit:
Juli bis Oktober
Zu finden:
Typischer Gartenbaum
Inhaltsstoffe:
Pektine, Fruchtsäuren, Mineralstoffe und Vitamine, besonders das Provitamin A (Beta-Karotin), Kalzium, Phosphor
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Esslöffel getrocknete Pflaumenstücke werden mit 250 ml kaltem Wasser zugestellt, aufkochen, 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Der Tee wirkt leicht abführend.
Der Pflaumenbaum ist aus der riesigen Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und gehört mit zahlreichen Verwandten wie zum Beispiel die Zwetschge, Mirabelle und Reineclaude zur Unterfamilie des Steinobstes. Er hat zarte weiße Blüten die sehr empfindlich auf Frühlingsfröste reagieren.
Die Pflaume ist ein oft strauchartig wachsender Baum, der bis zu 6 Meter hoch wird. Die Rinde ist graubraun und fast glatt. Junge Zweige sind kahl oder behaart und haben keine Dornen. Die Blätter sind länglich-elliptisch, 3 bis 8 × 1,8 bis 5 Zentimeter groß, am Rand gekerbt bis gesägt und auf der Oberseite stumpfgrün. Die Blütezeit liegt von April bis Mai, mit zwei bis drei Blüten in einem Blütenstand. Die zwittrigen Blüten haben einen Durchmesser von 2 bis 4 Zentimetern und fünf Kelchblätter. Die Früchte variieren stark in Größe, Form und Farbe und sind zwischen 1 und 8 Zentimeter lang, süß bis herb im Geschmack.
Frische Pflaumen sollten nicht in übergroßen Mengen verzehrt werden, da es sonst im Darm zum Gärprozess kommt. Diese können zu Magen-Darm-Krämpfen und Durchfall führen. Zudem sollten nie unreife Pflaumen gegessen werden. Auch sollte man zu frischen Pflaumen niemals Wasser trinken.
Frische Früchte werden gern als Kuchenbelag, zu Marmeladen oder zu Knödelsüßspeisen verarbeitet.
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