Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)

Giftig

Wirkung:

giftig

Anwendungsbereiche:

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

in Eurasien und Afrika, zerstreut in Staudenfluren an Bächen, Gräben, Quellen und im Saum von Weidengebüsch.

Inhaltsstoffe:

Oxalsäure, Flavonoide, Gerbstoffe, Ellagsäure (in Extrakten)

Sonstiges:

Das Zottige Weidenröschen, eine ausdauernde krautige Pflanze, erreicht Höhen von 50 bis 180 Zentimetern und bildet ein dickes Rhizom. Es hat einen behaarten, aufrechten Stängel und kurze, fleischige Ausläufer. Die Laubblätter sind elliptisch bis schmal-lanzettlich und besitzen stark gebogene Zähnchen. Die Pflanze enthält Flavonoide und blüht von Juli bis September mit radiärsymmetrischen, purpurfarbenen Blüten, die herzförmig sind. Die Narbe ist vierteilig und die Kapselfrucht misst 25 bis 90 Millimeter, die Samen sind verkehrt-eiförmig mit verlängerten Papillen.

🛑 Das Zottige Weidenröschen ist im Gegensatz zum Schmalblättrigem Weidenröschen (Epilobium angustifolium) und dem Kleinblütigem Weidenröschen (Epilobium parviflorum) giftig. Vergiftungserscheinungen sind Krämpfe, Erbrechen und Kreislaufkollaps. Außerdem hat die Pflanze in Extrakten einen hohen Gehalt an Ellagsäure, was die Enzyme für die Verstoffwechselung von Medikamenten hemmen kann und so zu einer toxischen Anreicherung von Arzneiwirkstoffen im Körper führt.

Manchmal wird das Zottige Weidenröschen als Zierpflanze von Gärtnern verwendet, da es mit seinen attraktiven Blüten und dem begeisternden Wuchs das Gesamtbild eines Gartens bereichern kann. In Australien und den USA kam es genauso dorthin und hat sich dadurch als Neophyt stellenweise stark ausgebreitet, was in einigen Regionen zu einer Überpopulation führte, die die einheimische Flora und Fauna bedrohen könnte. Es ist wichtig, die Verbreitung dieser Pflanze zu beobachten, um potenzielle negative Auswirkungen auf die lokale Biodiversität zu minimieren. Gärtner sollten sich der Risiken bewusst sein, die mit der Kultivierung von nicht heimischen Arten verbunden sind, und gezielte Maßnahmen ergreifen, um die ökologischen Gleichgewichte zu wahren.

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