auch Zigerklee oder Zigerkraut, Zigeunerkraut, Käseklee, Brotklee oder Blauer Steinklee
Wirkung:
appetitanregend, verdauungsanregend
Anwendungsbereiche:
keine bekannt
Verwendete Pflanzenteile:
die grünen oberirdischen Pflanzenteile
Sammelzeit:
je nach Verwendungszweck ein- bis dreimal im Jahr kurz vor oder nach der Blüte
Zu finden:
Woher sie stammt ist unklar, man nimmt an den Mittelmeerraum und Kaukasusraum. Der Schabzigerklee wächst auf Brach- und Ackerland.
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl
Sonstiges:
Der Schabzigerklee ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 100 Zentimetern erreicht. Ihre Laubblätter sind unpaarig gefiedert und besitzen eiförmige bis längliche Fiederblättchen mit gezähntem Rand. Der Blütenstand ist kugelig bis traubig mit zwittrigen, zygomorphen Blüten, die eine blaue oder weiße Schmetterlingsblüte bilden. Die Schotenfrüchte sind rhomboid-verkehrt-eiförmig und tragen braune, eiförmige, fein warzige Samen.
In der Küche kann man den getrockneten Schabzigerklee zum Würzen verwenden, zum Beispiel für Brote, Brötchen und andere pikante Gebäcke, in Salaten, Frischkäse, Quark, Butter, aber auch für Aufläufe und noch viel viel mehr. In der Schweiz wird mit ihm ein Käse hergestellt, den Schabziger. Das getrocknete Gewürz schmeckt aromatisch und herb.
Im biologischen Anbau ist der Schabzigerklee von Bedeutung durch seine Pfahlwurzel. An den Wurzel wird durch Symbiose mit Bakterien aus dem Stickstoff der Luft Protein gewonnen. In der Landwirtschaft kann der Anbau vom Schabzigerklee von Vorteil sein um den Einsatz von Stickstoffdüngern überflüssig zu machen.
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