Kanadisches Berufkraut (Conyza canadensis, Syn.: Erigeron canadensis

 auch Katzenschweif und Weiße Dürrwurz

Wirkung:

adstringierend, blutstillend, harntreibend, wurmtreibend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche:

Arthritis, Gicht, Rheuma, leichten Durchfall, Weißfluss, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahre, Unterleibsbeschwerden von Frauen, Blasenentzündung

Verwendete Pflanzenteile:

das blühende Kraut

Sammelzeit:

ca. Juli bis Oktober

Zu finden:

ursprünglich aus Nordamerika und ist bei uns ein Neophyt und mittlerweile weltweit zu finden. Es wächst auf Unkrautfluren, an Schuttplätzen, auf Wegen, in Äckern, eigentlich überall wo es Platz findet – auf mäßig stickstoffreichen, vorzugsweise sandigen Böden.

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Gerbstoffe, Harz, Ätherische Öle

Sonstiges:

Das Kanadische Berufkraut ist eine bis zweijährige, schlank aufrechte Pflanze, die eine Höhe von 30 bis 100 Zentimetern erreicht und tief wurzelt. Die Laubblätter sind wechselständig, mit einer einfachen Blattspreite von maximal 1 Zentimeter Breite. Der Gesamtblütenstand ist rispig und enthält zahlreiche Blütenkörbchen, die 3 bis 4 Millimeter lang sind und gelbe bis grünliche Röhrenblüten sowie weiße oder grünliche Zungenblüten aufweisen. Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober, und bei Reife bildet sich ein schmutzigweißer Pappus auf den Achänen.

In der Küche können die Blätter des Kanadischen Berufkraut von April bis Juli in Kräutermischungen, Kräuterbutter, -salz und in Salaten verwendet werden. Sie schmecken leicht würzig-bitter, nach der angegebenen Zeit schmecken sie nur noch bitter.

Ganz faszinierend finde ich, dass die Pflanze extrem viele Früchte bildet in form von Schirmchenflieger. Es wurden an einer Pflanze um die 25.000 bis zu 250.000 Früchte gezählt. Nicht umsonst hat sich das Kanadische Berufkraut im 17. Jahrhundert, wo es eingeschleppt wurde nach Europa, bis zum 18. Jahrhundert in ganz Mitteleuropa ausgebreitet als Neophyt. Wahrscheinlich ist es deswegen ein so beliebtes „Unkraut“. Aber wie beim Giersch… einfach auf essen 😉

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