Kahle Kreuzlabkraut (Cruciata glabra)

Wirkung:

Anwendungsbereiche:

wird heute nicht mehr weiter verwendet

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

an Wald-, Weg- und Wiesenrändern sowie in lichten Wäldern

Inhaltsstoffe:

Flavonole, Alkaloide, Saponine

Sonstiges:

Das Kahle Kreuzlabkraut ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 10 bis 30 Zentimetern und einem kriechenden Rhizom. Der zarte, vierkantige Stängel ist kahl oder schwach behaart. Die hellgrünen Laubblätter wachsen in Quirlen, sind ei-länglich bis elliptisch und dreinervig. Die Blütezeit ist von April bis Juni mit zwittrigen, vierzähligen Blüten in Quirlen, die gelb bis grünlichgelb gefärbt sind. Die kahlen Blütenstiele biegen sich zur Fruchtzeit, die fast zweikugelige Frucht wird schwärzlich.

Das Kahle Kreuzlabkraut wurde damals bei Rheuma, Wassersucht, Rupturen und Kopfschmerzen angewandt. Diese vielseitige Pflanze war für ihre entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften bekannt und wurde oft in Form von Tees oder Tinkturen verabreicht. Die Anwendung fand nicht nur bei akuten Beschwerden, sondern auch zur Linderung chronischer Beschwerden Eingang in die natürliche Heilkunde. Heute wird es nicht mehr verwendet, und die modernen medizinischen Fortschritte haben dazu geführt, dass viele traditionelle Heilmittel in Vergessenheit geraten sind. Dennoch bleibt das Kahle Kreuzlabkraut ein interessanter Teil der Geschichte der Phytotherapie und zeigt, wie sich die Ansätze zur Behandlung von Krankheiten im Laufe der Zeit verändert haben.

Die Pflanze kann mit dem Gewöhnliches Kreuzlabkraut (Cruciata laevipes) verwechselt werden. Cruciata glabra hat kahle Blütenstiele und keine Hochblätter, während Cruciata laevipes eine abstehende, steife Behaarung am Stängel und behaarte Blütenstiele aufweist. 

Die Gattung Cruciata umfasst zehn Arten, von denen drei in Mitteleuropa vorkommen: Cruciata laevipesCruciata glabra und Cruciata pedemontana. Die nächste verwandteste Gattung sind die Labkräuter (Galium).

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Kommentar verfassen