Wirkung:
zusammenziehend, stopfend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Wunden, Ruhr, Knochenbrüche, Zahnleiden, Gewebebruch, Schwangerschaftstreifen, Husten
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel
Sammelzeit:
Wurzel im Frühjahr oder Herbst
Zu finden:
in Buchenwäldern vereinzelnd in Europa
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Alkaloide, Tannine
Sonstiges:
Die Quirlblättrige Zahnwurz ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die 20 bis 30 Zentimeter hoch wird. Die Stängelblätter sind quirlig angeordnet und oft zu dritt. Die Blattfiedern sind oval-lanzettlich und doppelt gesägt. Sie blüht hauptsächlich von März bis April. Die nickenden Blüten sind vierzählig und haben eine doppelte Blütenhülle. Die blassgelben oder fast weißen Kronblätter sind 12 bis 16 Millimeter lang und überragen die Staubblätter kaum. Die aufrechten Schoten sind 40 bis 75 Millimeter lang und 3,5 bis 4 Millimeter breit. Das Rhizom hat zahnförmige Blattnarben.
Zu Verwechslungen kommt es bei der Quirlblättrigen Zahnwurz gelegentlich mit dem Wald-Sanikel, insbesondere wenn man in Wäldern unterwegs ist, wo beide Pflanzenarten häufig zu finden sind.
Die Schaumkräuter (Cardamine) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Die Gattung Zahnwurzen (Dentaria), die lange als eigenständig geführt wurde, wird heute als Untergattung in die Gattung Cardamine integriert.
Über die Verwendung der Quirlblättrigen Zahnwurz gibt es kaum Belege, jedoch deuten einige historische Hinweise darauf hin, dass diese Pflanze möglicherweise in der traditionellen Heilmedizin eingesetzt wurde, genauso wie der Beinwell. Ihre charakteristischen blattartigen Strukturen und die ausgeprägten Wurzeln könnten in der Vergangenheit für verschiedene Anwendungen von Bedeutung gewesen sein, sei es in der Zubereitung von Aufgüssen oder in der Anwendung als Heilmittel bei bestimmten Erkrankungen. Leider sind aktuelle wissenschaftliche Studien rar, was das Verständnis ihrer potenziellen Nutzen und Wirkungen angeht. In Anbetracht der zunehmenden Popularität von pflanzlichen Heilmitteln wäre es wünschenswert, mehr Forschung zu leisten, um die Einsatzmöglichkeiten dieser interessanten Pflanze besser zu verstehen.
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