Giftig
Wirkung:
Anwendungsbereiche:
Verwendete Pflanzenteile:
Sammelzeit:
Zu finden:
Ufer- und Feuchtwiesen auf kalk- und nährstoffreichen Schlammböden, versumpften Wiesen, Flutrinnen und in Gräben. Der Röhrige Wasserfenchel hat in Deutschland keinen Schutzstatus, gilt in Europa und global jedoch als „stark gefährdet“ mit weiterhin rückläufiger Bestandsentwicklung. In Bayern ist er vom Aussterben bedroht.
Inhaltsstoffe:
Oenanthotoxin
Sonstiges:
Der Röhrige Wasserfenchel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die 30 bis 60 Zentimeter hoch wird, manchmal bis zu 100 Zentimeter. Sie hat spindelförmige bis eiförmige Knollen. Die Stängel sind hohl, gestreift und oft an den Knoten eingeschnürt. Sie sind aufrecht oder aufsteigend, mit Ästen nach oben und haben an den unteren Knoten Wurzelfasern. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet, einfach bis doppelt gefiedert und enden in eiförmigen, gelappten Zipfeln. Die Blütezeit ist von Mai bis August. Die Blütenstände sind doppeldoldig mit kurvenförmigen Strahlen und die Blüten sind meist zwittrig. Die Kronblätter sind weiß oder rötlich und die Griffel sind bis zu 4 Millimeter lang. Die Frucht ist 3 bis 4 Millimeter lang und hat eine zylindrische oder konische Form.
🛑 Die Sumpfpflanze ist in allen Teilen, besonders im Kraut, giftig. Vor allem Pferde, Rinder und Schwein reagieren empfindlich auf die Giftstoffe. Der Verzehr führt zu durchfallartigen Krämpfen. Die Giftwirkung ist ähnlich wie nach dem Verzehr des Wasser-Schierlings nur abgeschwächter.
Der Große Wasserfenchel (Oenanthe aquatica) ist recht ähnlich und ebenso giftig. Er wird wegen der fingerartig verdickten Nebenwurzeln auch „dead man´s finger“ genannt.
Früher wurde der Wasserfenchel arzneilich gegen Husten, Blähungen und zur Entwässerung eingesetzt. Heute wird er nur noch homöopathisch genutzt.
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