Wasserpfeffer / Pfefferknöterich  (Persicaria hydropiper, Syn. Polygonum hydropiper)

Wirkung:

harntreibend, blutstillend, zusammenziehend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche:

schmerzhafte Periodenblutungen, zur Blutstillung, Blasen- und Nierenleiden, Verstauchungen, Quetschungen, Rheuma, Gicht

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Sammelzeit:

Mai bis Oktober

Zu finden:

An Waldwegen, Ufern und Unkrautfluren.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide, Scharfstoffe (vor allem Polygodial)

Sonstiges:

Der Wasserpfeffer ist eine einjährige krautige Pflanze, die zwischen April und Mai keimt und an Trockenheit oder Frost stirbt. Der Stängel ist aufrecht oder liegend und grün, oft mit einem roten Ring nach jedem Knoten. Verzweigungen wachsen aus den Blattachseln. Der Stängel verfärbt sich während des Alterns rötlich. Sie erreicht Wuchshöhen von 75 bis 90 cm an guten Standorten, an kargen bleibt sie kleiner. Das Wurzelwerk besteht aus einer verdrehten Hauptwurzel und seitlichen Wurzeln. Wenn der untere Teil der Pflanze mit Erde bedeckt wird, wachsen Adventivwurzeln. Die wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert, mit Längen von 1 bis 12 cm und einer Breite von 0,8 bis 2 cm. Sie sind lanzettlich und am Rand bewimpert. Während der Seneszenz verfärben sich die Blätter rötlich und die Spaltöffnungen befinden sich meist an der Unterseite. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober, mit der Hauptblüte von Juni bis September. Der große Blütenstand ist 3 bis 8 cm lang und hat kleine, selbstbestäubende Blüten an den Knoten. Die Blüten sind grün mit weißen oder rötlichen Hüllblättern und besitzen rosa bis rote Staubbeutel. Die Früchte sind dunkelbraun, matt und haben eine beidseits gewölbt oder dreieckige Form.

🛑 Eine Überdosierung ist aufgrund der Scharfstoffe zu vermeiden. Sie können die Haut, Harnwege und Schleimhäute reizen.

Die Samen sind frei von Scharfstoffen und können für Keimsprossen gesammelt werden.

Die Blätter schmecken sehr pfefferartig scharf und werden zu verschiedenen Speisen als Gewürz verwendet. Als Gewürzkraut kann man es an Salaten, Quarkspeisen, Käse- und Wildgemüsegerichten geben.

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Bild: Wikipedia, Aroche, CC BY 2.5

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