Seerose (Nymphaea alba)

Giftig

Wirkung:

giftig

Anwendungsbereiche:

Von einer Selbstanwendung wird abgesehen!!!

Durchfallerkrankungen

Verwendete Pflanzenteile:

getrocknete vollständige Blüte

Sammelzeit:

Juni bis Juli

Zu finden:

Stehen unter Naturschutz! In stehenden und langsam fließenden Gewässern bis 3 m Tiefe.

Inhaltsstoffe:

Alkaloid Nupharin, Glykosid Nymphalin, Rhizom: Ellagsäure

Sonstiges:

Die Weiße Seerose ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die verzweigte Rhizome als Überdauerungsorgane bildet, um sich im Gewässerboden zu verankern. Ihre langen, dunkelgrünen Laubblätter sind schildförmig und besitzen einen Wachsüberzug, der sie vor Wasser schützt. Die Spaltöffnungen für die Atmung befinden sich auf der Blattoberseite. Die Blätter haben Lufträume, durch die die Atemluft zum Rhizom geleitet wird. Die elastischen Blatt- und Blütenstiele enthalten ebenfalls Lufträume. Die großen, weißen Blüten mit goldener Mitte blühen von Juni bis September und weisen einen Durchmesser von 9 bis 12 Zentimetern auf. Sie haben vier frei stehende Kelchblätter und 20 bis 25 Kronblätter, die spiralig angeordnet sind. Die Blüten schließen sich bei Nacht und Regen und ziehen Fliegen, Schilfkäfer und Hummeln an. Die halbkugeligen bis eiförmigen Früchte sind 2,5 bis 3 cm groß, und die glatten, schwimmfähigen Samen sind 2 bis 3 mm groß. Die Seerose verbreitet ihre Samen durch Zoochorie, indem Wasservögel sie in andere Gewässer tragen.

🛑 Die Seerose ist in allen Teilen giftig. Vergiftungserscheinungen sind Erregungszustände und Atemlähmung.

Die Seerose findet sich auch häufig in Teichen, wo sie mit ihren auffälligen Blüten und großen, herzförmigen Blättern die Wasseroberfläche schmückt und somit eine malerische Kulisse schafft. Diese eleganten Pflanzen sind nicht nur ein beliebtes Element in Gartenteichen, sondern bieten auch Lebensraum für viele Wasserlebewesen. Ihre Blüten öffnen sich sanft zur Sonne und schließen sich nachts, was eine faszinierende Beobachtung für Naturliebhaber darstellt. Die Seerose spielt zudem eine wichtige Rolle im Ökosystem von Teichen, indem sie das Wasser beschattet und so das Wachstum von Algen reduziert, während ihre Wurzeln den Boden stabilisieren.

Es gibt zahlreiche Sagen zur Seerose, die sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt haben und in verschiedenen Kulturen tief verwurzelt sind.

Früher wurde das getrocknete und pulverisierte Rhizom bei Entzündungen, Verbrennungen, Hautproblemen und Durchfall eingesetzt.

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