Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis)

Giftig

Wirkung:

giftig, insektentötend, oder wenigstens Insekten abweisend

Anwendungsbereiche:

Homöopathie: verschieden Ausschläge wie  bei trockener Haut mit juckendem Handekzem, Nervenleiden, Geschwüre, Manie

Von einer Selbstanwendung ist dringend abzuraten.

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

Stammt aus dem Mittelmeergebiet, zu finden auf Äckern, in Gärten, an Wegrändern und Ruderalflächen.

Inhaltsstoffe:

Saponine, Glykoside wie  Triterpenoide Cyclamin, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherisches Öl

Sonstiges:

Der Acker-Gauchheil ist eine kriechende, einjährige Pflanze, die bis zu 30 cm lang wird. Die eiförmigen, sitzenden Blätter sind ganzrandig. Er wurzelt bis 40 cm tief und blüht von Frühling bis Herbst, meist von Mai bis Oktober, mit einzelnen Blüten in den Blattachseln. Die Blüten sind etwa 10–15 mm groß und ziehen vor allem Fliegen als Bestäuber an. Es kann auch zu Selbstbestäubungen kommen. Die Kronblätter sind meist zinnoberrot, seltener blau, während die Unterart latifolia meist blaue Blüten hat. Blaublütige Acker-Gauchheile werden oft mit dem Blauen Gauchheil verwechselt. Die Taxonomie ist noch nicht vollständig geklärt, und es gibt Vorschläge, die blaublütige Sippe als Unterart zu führen. Die Blütenöffnung variiert bei feuchtem Wetter, was früher zur Wettervorhersage genutzt wurde. Die Früchte reifen von August bis Oktober und die Samen werden durch Wind oder Regen verbreitet.

🛑 Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Wurzeln. Es kann bei innerlicher Einnahme zu Reizungen und Entzündungen der Verdauungsorgane und Störungen des Nervensystems kommen. Sie ist auch für Tiere wie Pferde, Hunde, Geflügel, Kaninchen und Vögel (Samen) giftig. Eine Berührung der Blätter kann bei empfindlichen Menschen ein allergisches Kontaktekzem hervorrufen.

Früher wurde der Acker-Gauchheil gegen Geschwüre und zur Heilung von Geisteskrankheiten eingesetzt. Heute wird sie aufgrund der Giftigkeit nicht mehr verwendet.

Die Blütenfarbe des Acker-Gauchheils kann verschiedene Farbtöne annehmen, die in der botanischen Welt ein faszinierendes Spektrum darstellen. So sind die Formen arvensis mit leuchtend bis mennigroten Blüten beschrieben, die in der warmen Jahreszeit oft bemerkenswert lebendig wirken und einen auffälligen Kontrast zur umgebenden Vegetation bieten. Zudem gibt es die Sorte carnea, welche fleischfarbene Blüten hervorbringt, die zart und anmutig erscheinen und oft mit sanften, erdigen Tönen kombiniert werden. Die lilacina zeigt lilafarbene Blüten, die mit ihrem blumigen Aroma und ihrer einzigartigen Färbung jede Wiese verschönern. Weitere Formen sind pallida mit weißen Blüten, die eine schlichte Eleganz ausstrahlen und häufig in schattigeren Bereichen zu finden sind, sowie azurea mit blauen Blüten, die den Himmel widerspiegeln und einen beruhigenden Eindruck hinterlassen, was diese Pflanzen zu einem bemerkenswerten Teil der Flora macht.

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