Giftig?
Wirkung:
schmerzlindernd, harntreibend, krampflösend, verdauungsfördernd, hypnotisch, narkotisch, beruhigend, fiebersenkend, hypnotisch
Anwendungsbereiche:
Von einer Selbstanwendung wird abgeraten.
Schlaflosigkeit, als Beruhigungsmittel, Unruhe, Ängste, rheumatische Schmerzen, bei Schockzuständen, Neurosen, Menstruationsschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Koliken, Warzen, Hyperaktivität bei Kindern (ADHS), trockener Husten, Keuchhusten
Verwendete Pflanzenteile:
Der milchartige Saft, der in der ganzen Pflanze zu finden ist.
Blätter, Stängel
Sammelzeit:
Juni bis August
Zu finden:
In Wäldern, Dickichten, Savannen, Ufern von Seen und Flüssen, Kalksteinlichtungen, Zaunreihen, Weiden, verlassenen Feldern, Freiflächen von Stromleitungen, Straßen- und Eisenbahnrändern, unbebauten Grundstücken und Brachflächen vor.
Inhaltsstoffe:
Sesquiterpenlactone, Bitterstoffe, Lactucarium
Sonstiges:
Gift-Lattich wird 90 bis 150 cm hoch, meist an einem einzigen Stängel. Seine Wurzel, Blätter und Stängel enthalten einen milchigen Saft. Der Hauptstamm ist hellgrün bis rötlich-grün, gelegentlich mit violetten Streifen. Die grünen, wechselständigen Blätter haben manchmal violette Ränder oder eine gelbliche Färbung. Die lanzenförmigen Blätter können bis zu 8 cm breit und 25 cm lang werden. Die Blätter sind gewöhnlich, aber nicht immer, gelappt und sehen einem Löwenzahnblatt ähnlich. Einige Arten haben Stacheln/stachlige Haare entlang der Mittelrippe auf der Unterseite des Blattes und einige haben Zähne an den Blatträndern, die sehr stachelig sind. Der weiße Milchsaft verfärbt sich an der Luft bräunlich. Dies ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Der Wilde Lattich blüht im Spätsommer bis Frühherbst. Seine Blüten sind klein und ähnlich denen des Löwenzahns mit gelben oder leicht rötlich-orangen Blütenblättern. Die Blütenköpfe sind viel kleiner als die des Löwenzahns – etwa 0,8 cm im Durchmesser mit 12 bis 25 Strahlen – und sie befinden sich weit über den Blättern an einem hohen Stiel, im Gegensatz zum Löwenzahn, dessen Blüten tiefer am Boden wachsen. Nach 3 bis 4 Wochen werden die Blüten von dunkelbraunen, trockenen Früchten mit weißen Haaren abgelöst. Die Pfahlwurzel ist dick und tief.
🛑 Sollte nicht überdosiert werden, wegen der beruhigenden Wirkung. Es können Unruhe auftreten und zu viele Überdosierungen können zum Tod durch Herzlähmung führen. Die getrockneten Blätter und besonders das Lactucarium müssen als stark giftig eingestuft werden. Eine Einnahme von wesentlich mehr als einem Gramm Lactucarium ruft zuerst Kopfschmerz, Schweißausbrüche und Schwindel hervor. Laut Hager sind beim „bestimmungsgemäßen Gebrauch jedoch praktisch nie ernstzunehmende Vergiftungen“ aufgetreten.
Der Wilde Lattich wird wegen seiner schwachen opiumähnlichen Wirkung auch als Opium-Lattich bezeichnet.
Pharmakologisch als wirksam nachgewiesene Substanzen, die auch für die Giftwirkung verantwortlich sind, gehören zur Wirkstoffklasse der Sesquiterpen-Lactone. Aus dem Giftlattich und verwandten Arten der Gattungen Lactuca wurden die Substanzen Lactucin, Lactucopicrin und 11β,13 Dihydrolactucin gewonnen. Im Tierversuch wurden sie an Mäusen als Schmerzmittel getestet und ihre Wirksamkeit bestätigt. (Wikipedia)
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