Lattich, Wilder / Lattich, Kanadischer (Lactuca canadensis)

Wirkung:

schmerzlindernd, harntreibend, krampflösend, verdauungsfördernd, hypnotisch, narkotisch, beruhigend, fiebersenkend, hypnotisch

Anwendungsbereiche:

Schlaflosigkeit, als Beruhigungsmittel, Unruhe, Ängste, rheumatische Schmerzen, bei Schockzuständen, Neurosen, Menstruationsschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Koliken, Warzen, Hyperaktivität bei Kindern (ADHS), trockener Husten, Keuchhusten

Verwendete Pflanzenteile:

Der milchartige Saft, der in der ganzen Pflanze zu finden ist.

Blätter, Stängel

Sammelzeit:

Juni bis August

Zu finden:

In Wäldern, Dickichten, Savannen, Ufern von Seen und Flüssen, Kalksteinlichtungen, Zaunreihen, Weiden, verlassenen Feldern, Freiflächen von Stromleitungen, Straßen- und Eisenbahnrändern, unbebauten Grundstücken und Brachflächen vor. Es wird angenommen, dass sein Verbreitungsgebiet in den östlichen und zentralen Teilen Nordamerikas heimisch ist.

Inhaltsstoffe:

Sesquiterpenlactone, Bitterstoffe, Lactucarium

Sonstiges:

Wilder Lattich wird 90 bis 150 cm hoch, meist an einem einzigen Stängel. Seine Wurzel, Blätter und Stängel enthalten einen milchigen Saft. Der Hauptstamm ist hellgrün bis rötlich-grün, gelegentlich mit violetten Streifen. Die grünen, wechselständigen Blätter haben manchmal violette Ränder oder eine gelbliche Färbung. Die lanzenförmigen Blätter können bis zu 8 cm breit und 25 cm lang werden. Die Blätter sind gewöhnlich, aber nicht immer, gelappt und sehen einem Löwenzahnblatt ähnlich. Einige Arten haben Stacheln/stachlige Haare entlang der Mittelrippe auf der Unterseite des Blattes und einige haben Zähne an den Blatträndern, die sehr stachelig sind. Der weiße Milchsaft verfärbt sich an der Luft bräunlich. Dies ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Der Wilde Lattich blüht im Spätsommer bis Frühherbst. Seine Blüten sind klein und ähnlich denen des Löwenzahns mit gelben oder leicht rötlich-orangen Blütenblättern. Die Blütenköpfe sind viel kleiner als die des Löwenzahns – etwa 0,8 cm im Durchmesser mit 12 bis 25 Strahlen – und sie befinden sich weit über den Blättern an einem hohen Stiel, im Gegensatz zum Löwenzahn, dessen Blüten tiefer am Boden wachsen. Nach 3 bis 4 Wochen werden die Blüten von dunkelbraunen, trockenen Früchten mit weißen Haaren abgelöst. Die Pfahlwurzel ist dick und tief.

🛑 Sollte nicht überdosiert werden, wegen der beruhigenden Wirkung. Es können Unruhe auftreten und zu viele Überdosierungen können zum Tod durch Herzlähmung führen. Die Pflanze ist nicht giftig, allerdings enthalten einige Pflanzen der Gattung einen narkotischen Wirkstoff, der während der Blütezeit seine höchste Konzentration aufweist.

Die Konzentration von Lactucarium ist in jungen Pflanzen gering, steigt jedoch in älteren Pflanzen an und ist während der Blütezeit am höchsten.

Er wird als Heilkraut verwendet, wenn er nach Kontakt mit Luft getrocknet wird.

In der Küche kann man die bitteren Blätter als Spinat gekocht essen.

Der Wilde Lattich wird wegen seiner schwachen opiumähnlichen Wirkung auch als Opium-Lattich bezeichnet.

Lactuca canadensis und Lactuca serriola (Stachel-Lattich) sind nicht giftig!

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Bild: Wikipedia, gailhampshire aus Cradley, Malvern, Großbritannien, CC BY 2.0

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