Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)

Wirkung:

stoffwechselstärkend, reinigend, entgiftend, adstringierend, entschlackend, harntreibend, schleimlösend, magenstärkend

Anwendungsbereiche:

Zur Reinigung des Organismus, Husten, reinigt und regt Niere, Leber und Milz an, regt Appetit und Verdauung an, Nahrungsmittel für Diabetiker, hartnäckiger Husten, Bronchitis, Sodbrennen, Haut reinigend, hellt Sommersprossen auf

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter, Knospen, Wurzel

Sammelzeit:

April bis September,

Wurzel im Herbst

Zu finden:

Wiesen-Bocksbart wächst in offenen Wiesen, an Wegrändern, auf Halbtrockenrasen bis in hohe Lagen.

Inhaltsstoffe:

Inulin, Bitterstoffe, Schleimstoffe, Vitamine, Mineralstoffe

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel Wurzel mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen, aufkochen und noch 5 Minuten ausziehen lassen. Bis zu 3 Tassen am Tag sind möglich und auch ausreichend.

Wiesen-Bocksbart ist eine einjährige Pflanze und kann bis zu 70 cm hoch werden. Ihre Pflanzenteile enthält Milchsaft und sie hat eine fleischige Pfahlwurzel. Der Stängel ist innen hohl, er ist glatt und oben leicht angeschwollen. Die wechselständig angeordneten Blätter sind halb stängelumfassend, schmal linealisch beziehungsweise lanzettlich, kahl, spitz zulaufend, glattrandig und bläulich grün. Sie sind außerdem grasartig und haben eine länge von 50 cm. Ein weißlicher Streifen durchquert der Länge nach die Mitte des Blattes. Oft sind die Blätter ab der Mitte abwärts gebogen oder geknickt. Die 3 bis 5 cm breiten, flachen Blütenkörbchen sitzen auf relativ langen, kahlen, beblätterten, blattachselständigen Stielen, die sich zum Köpfchen hin nicht oder nur schwach verdicken. Die je nach Unterart 4 bis 7 cm großen Blütenköpfchen setzen sich aus gelben Zungenblüten zusammen und werden von acht spitzen Hüllblättern eingefasst. Vor allem die inneren Hüllblätter sind durch Haare meist rußig-schwarz. Charakteristisch sind die an der Spitze braun-violetten Staubblätter, die dem Köpfchen ein gesprenkeltes Aussehen verleihen. Ihre Blütenstände öffnen sich etwa um acht Uhr und schließen sich um die Mittagszeit wieder. Blütezeit ist von Mai bis August.

Der Wiesen-Bocksbart hat eine tiefreichende Pfahlwurzel die Milchsaft trägt. Die Blüten sind nur vormittags und nur bei schönem Wetter geöffnet und schließen sich wieder zwischen 11 bis 14 Uhr je nach Art.

Wiesen-Bocksbart ist essbar, vor allem die jungen Blätter und Knospen als Gemüse und die Wurzel. Die Blütenstängel schmecken süß, am besten als Salat zubereiten.

Die Pflanze wurde damals bis ins Mittelalter als Nahrungsmittel angepflanzt, bis die größere Schwarzwurzel kam.

Wenn man schon sehr krank war, wurde Wiesen-Bocksbart nicht eingesetzt, sie wurde eher als Vorbeugungsmittel genommen.

Ein aus der Pflanze gewonnenes destilliertes Wasser wird in Reinigungslotionen für trockene Haut verwendet.

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