Wirkung:
süßend, blutreinigend, schmerzhemmend, blähungstreibend, entgiftend, verdauungsfördernd, diuretisch, hustenlösend, antimykotisch
Anwendungsbereiche:
Blutreinigungsmittel, Husten, Magenschwäche, Stärkungsmittel, Monatsblutung anregend, Appetit anregend, Entzündungen, Stauungen des Gewebes, eine Unterstützung bei beginnender Venenentzündung, Homöopathie: Venenbeschwerden, Krampfadern, Hämorrhoiden
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Früchte, Wurzel, Blüten
Sammelzeit:
Blätter im April bis September
Blüten von Mai bis Juni
Früchte und Wurzel im Herbst
Zu finden:
In Höhenlagen von etwa 1900 Metern, auf Fettwiesen, Weiden, Grasgärten, in Hochstaudenfluren, an Waldrändern und in Auenwäldern. Manchmal in Klostergärten, Kräutergärten oder Gartenanlagen.
Inhaltsstoffe:
Flavonoide, ätherische Öle, Limonen, Myrcen, Estragol, Vitamine, Mineralstoffe
Sonstiges:
Die Süßdolde ist eine ausdauernde Pflanze, die 60 bis 200 cm hoch wird und stark nach Anis riecht. Ihr hohler, geriefter Stängel ist oben verzweigt und hat zottig behaarte Knoten. Die großen Laubblätter sind wechselständig und können in Blattscheide, -stiel und -spreite unterteilt werden. Die Blattscheiden sind weich behaart, während die Blattspreite dreieckig und zwei- bis dreifach gefliedert ist, größer als beim ähnlichen Wiesen-Kerbel. Die unteren Blätter sind gestielt und größer, die oberen sind kleiner und weniger zerteilt. Die Blütenstände haben 4 bis 24 Strahlen und das Hüllchen besteht aus fünf bis sieben weißen Blättern. Die Blüten sind fünfzählig mit doppelter Hülle und die Kronblätter sind weiß und herzförmig.
In Irland, Island, Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Tschechien und in der Slowakei ist die Süßdolde ein Neophyt.
Die Süßdolde ist eine Gewürz- und Duftpflanze (riecht nach Anis), deshalb wird sie für Potpourris, Duftsträuße, Duftrasen, Dufthecken oder Duftgarten verwendet. Gewürze die sich gut mit der Süßdolde kombinieren lassen, sind Lorbeer, Melisse und Minze.
Alle Teile der Pflanze sind essbar. Sie kann als Süßungsmittel eingesetzt werden. Hierdurch lässt sich der Zusatz von Zucker zu Gerichten reduzieren, was für Diabetiker und Personen, die ihren Zuckerkonsum reduzieren wollen, interessant ist. Die Blätter können als Gewürz für Obstsalate, Kompotte, Salate, Kräuterbutter, Quark, Joghurt, Sahne, Reispudding, Wurzelgemüse, Kürbis- und Fischgerichte, Koch- oder Backgemüse sowie zum Aromatisieren von Fruchtsäften, Fruchtsirup und Fruchtbowlen verwendet werden. Die Blüten können zum Garnieren von Kompott oder Obstkuchen genutzt werden. Die unreifen Früchte können in Getreidegerichten und Fruchtsalaten oder als Würze zu Gemüsegerichten und Desserts verwendet werden. Mit den reifen Früchten können Desserts, Gebäck wie Kuchen und süße Rahmsoßen verfeinert werden. Auch die Wurzel kann kurz gekocht, ähnlich wie die Pastinake als Gemüse oder mit Essig und Öl versetzt zur Zubereitung eines Salats verwendet werden.
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