Sumpfdotterblume (Caltha palustris)

Frisch Giftig

Wirkung:

hautreizend, krampflösend, schweißtreibend, schleimlösend, leberwirksam

Anwendungsbereiche:

Homöopathie: Flechten, Keuchhusten, Regelschmerzen

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter, Knospen

Sammelzeit:

April, Mai

Zu finden:

An feuchten, sumpfigen Plätzen, in der Nähe von Quellen und Teichen und an Bachrändern. Die Sumpfdotterblume ist in Deutschland derzeit nur auf den Roten Listen Niedersachsens, Brandenburgs, Berlins und Hamburgs als gefährdete Art eingestuft, ist jedoch bundesweit im Rückgang begriffen.

Inhaltsstoffe:

Saponine, Flavonoide, Karotin, Cholin, Chlorophyll, Anemonin

Sonstiges:

Die Sumpfdotterblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die zwischen 15 und 60 Zentimetern hoch wird. Sie hat ein kräftiges Rhizom als Speicherorgan und hohle, kahle Stängel, die oben verzweigt sind. Die grundständigen Laubblätter sind lang gestielt, während die weiter oben fast keinen Blattstiel haben. Die dunkelgrünen, glänzenden Blätter sind herz- bis nierenförmig und bis zu 15 Zentimeter im Durchmesser. Die Blüten erscheinen ab März und blühen bis April oder Juni, mit einer möglichen schwachen Zweitblüte von Juli bis Oktober. An jedem Stängel sind meist mehrere zwittrige Blüten mit fünf ovalen Perigonblättern, die bis zu 2 Zentimeter lang sind. Es gibt viele gelbe Staubblätter und fünf bis fünfzehn enge, freie Fruchtblätter. Die Nektardrüsen befinden sich am Grunde der Fruchtblätter. Aus jedem befruchteten Fruchtblatt entwickelt sich eine schlanke Balgfrucht, die sternförmig angeordnet ist. Die reifen dunkelbraunen Samen sind etwa 2,5 Millimeter lang und in den Balgfrüchten zweireihig angeordnet.

🛑 Sumpfdotterblumen sind schwach giftig bis giftig. Empfindliche Menschen können schon durch Hautkontakt vergiftet werden, was zu gereizter Haut und Schleimhäuten führt. Nach vier bis fünf Stunden kann es zu Ausschlägen und Schwellungen im Gesicht kommen. Der Verzehr der Pflanze kann Schwindel, Erbrechen, Krämpfe und Wassereinlagerungen verursachen.

Getrocknete Blätter sind nicht mehr giftig, sie sind in Teeform bei Leber- und Gallebeschwerden hilfreich, früher waren sie ein Heilmittel bei Gelbsucht. Werden die Pflanzenbestandteile gekocht, reduziert sich die Giftigkeit. Häufig wurde deshalb mindestens ein zweimaliger Wechsel des Kochwassers empfohlen. Aus heutiger Sicht sollte man auf den Verzehr von Bestandteilen der Sumpfdotterblume verzichten.

Die Sumpfdotterblume ist eine Einschleuserpflanze, die dem Körper hilft, auch aus weniger Nahrung oder wenigen Inhaltsstoffen, das Optimale herauszuholen.

Die Pflanze sollte immer in kleinen Mengen verwendet werden!!! Wird sie überdosiert, kann es die Magen- und Darmschleimhaut reizen.

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