Schneerose / Christrose / Schwarze Nieswurz (Helleborus niger)

Giftig

Wirkung:

abführend, wassertreibend, lebensverlängernd

Anwendungsbereiche:

Homöopathie: Kopfschmerzen und Krampfzustände, Gehirnhautentzündung, Nierenentzündung, Herzkrankheiten

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Wurzel

Sammelzeit:

Blätter im Juni, Wurzel im März

Zu finden:

Geschützte Pflanze, in vielen Regionen fast ausgestorben.

Inhaltsstoffe:

Glykoside, Saponine, Helleborin, Akonitsäure, ätherisches Öl

Sonstiges:

Die Schneerose ist eine immergrüne, ausdauernde Pflanze, die 10 bis 30 Zentimeter hoch wird. Sie hat ein schwarzes Rhizom und schwarze Wurzeln und kann bis zu 25 Jahre alt werden. Ihre langgestielten Laubblätter sind fußförmig mit sieben bis neun Abschnitten, die lanzettlich und gezähnt sind. Am Stängel befinden sich ein oder zwei Hochblätter. Die frostempfindlichen Blätter sind durch Schnee geschützt. Die Hauptblütezeit ist von Februar bis April, kann aber je nach Witterung auch im November beginnen und im Mai enden. Die Blüten sind meist einzeln und haben einen Durchmesser von 5 bis 10 Zentimetern. Die weiße oder rötliche Blütenhülle besteht aus fünf Kelchblättern und hat einen kronblattartigen Aufbau. Während des Abblühens sind die Blütenhüllblätter grünlich oder rötlich gefärbt. Die Kronblätter sind zu gelben, tütenförmigen Nektarblättern umgeformt, die reichlich Nektar absondern. Die zahlreich angeordneten Staubblätter sind spiralförmig. Aus den verwachsenen Fruchtblättern entstehen Balgfrüchte mit vielen Samen, die im Frühsommer reifen.

🛑 Die Pflanze ist stark giftig. In den Wurzeln befindet ist am stärksten die Helleborin-Konzentration. Vergiftungssymptome sind Schwindel, Durchfall und Kollaps. Sie ähneln denen einer Herzglykosid-Vergiftung.

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Alle Pflanzenteile der Schneerose / Christrose sind giftig, trotzdem hat man die Wurzel in der Volksmedizin manchmal verwendet, und zwar bei Epilepsie, geistiger Verwirrtheit und auch bei Menstruationsbeschwerden.

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Bild: Wikipedia, Robert Flogaus-Faust, CC BY 4.0

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