Schneeflockenstrauch, Virginischer (Chionanthus virginicus)

Wirkung:

abführend, fieberstillend, harntreibend

Anwendungsbereiche:

Leber- und Galleproblemen, unterstützt die Gallenblase und fördert den Gallenfluss, Gelbsucht, Wechselfieber, Drüsenfieber, Migräne, Kopfschmerzen, Wunden

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzelrinde, Rinde

Sammelzeit:

Herbst oder Frühjahr

Zu finden:

Ist heimisch im östlichen Nordamerika. Häufig in Gärten oder Parks.

Inhaltsstoffe:

Saponine, Glykosid Phyllirin, Bitterstoffe

Sonstiges:

Der Schneeflockenstrauch ist ein mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum, der eine runde Krone bildet und Wuchshöhen von bis zu 10 Metern sowie Stammdurchmesser bis etwa 30 cm erreicht. Die Borke ist braun-grau und rissig oder schuppig. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten der Gattung ist der Virginische Schneeflockenstrauch laubabwerfend. Die einfachen, spitzen Laubblätter sind eiförmig bis elliptisch, 10 bis 20 cm lang und 2 bis 12 cm breit. Der Blattstiel ist bis 2 cm lang, und die Blätter besitzen behaarte Blattadern auf der Unterseite. Die Herbstfärbung ist in nördlichen Regionen gelb und in südlichen meist braun. Der Schneeflockenstrauch ist meist diözisch oder polygam-diözisch und bildet hängende Rispen. Die Blüten sind duftend, meist eingeschlechtig und haben vier bis sechs weiße, schmale Kronblätter. Es gibt männliche Blüten mit 2 bis 4 Staubblättern und weibliche mit 2 Staminodien. Der Fruchtknoten ist oberständig und besitzt einen kurzen Griffel mit einer zweiteiligen Narbe. Die Früchte sind dunkelpurpurn, oval und haben eine wachsartige Schicht. Sie sind etwa 1,1–1,9 cm lang und enthalten meist einen bis drei holzige Steinkerne.

Aus den Schneeflockenstrauch etwa 2- bis 3-jährigen Zweige der getrockneten Wurzelrinde und der Rinde, wird von den Indianern ein Bittertonikum gebraut.

Die Früchte sind essbar. Sie werden auch eingelegt und dienen als Olivenersatz.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Kommentar verfassen