Wirkung:
anregend, harntreibend
Anwendungsbereiche:
stimuliert das zentrale Nervensystem, erweitert die Blutgefäße, fördert die Harnausscheidung, trockene und gestresste Haut
Verwendete Pflanzenteile:
Samen der Früchte
Sammelzeit:
–
Zu finden:
Wächst in den Regenwäldern der Tropen
Inhaltsstoffe:
Alkaloid Theobromin, Flavonoide, Coffein, fettes Öl, Linalool, ätherisches Öl, Säuren, Gerbstoffe, Procyanid, Polyphenole
Sonstiges:
Der Kakaobaum ist ein immergrüner Baum, der bis zu 15 Meter hoch werden kann, jedoch auf Plantagen auf etwa 4 Meter gestutzt wird. Die Blätter sind lanzettlich bis eiförmig und können bis zu 35 Zentimeter lang sein. Sie sind meist kahl und heller auf der Unterseite mit gefiederter Nervatur. Es gibt zwei früh abfallende Nebenblätter. Die Blüten sind zwittrig und stehen in Büscheln an den Ästen oder direkt am Stamm. Sie bestehen aus fünf verbundenen Kelchblättern und fünf freien, kappenförmigen Kronblättern. Es gibt fünf Staubblätter und fünf Staminodien. Der Fruchtknoten ist oberständig und hat einen kurzen Griffel mit geteilter Narbe. Ein Baum kann tausende Blüten produzieren, aber nur 0,5 bis 5 % werden bestäubt; bis zu 75 % der Früchte verkümmern. Die reifen Früchte sind länglich, haben eine dicke Schale und wiegen bis zu 500 Gramm. Sie enthalten 20 bis 60 Samen, die von schmackhaftem Fruchtfleisch umgeben sind.
Der Kakaobaum wird auch bei uns in tropischen Gewächshäusern gezogen. Mit Erfolg, aus den kleinen, gelben Blüten entwickeln sich bis zu 30 cm lange, gurkenartige Kakaofrüchte. 50 große Samen enthält eine Frucht, aus ihnen entsteht der Kakao.
Seit mehr als 2000 Jahren wird der Baum von Indianerstämmen kultiviert. Spanische Nonnen haben im 16. Jahrhundert den gezuckerten Kakao erfunden. Sie mischten zerstampfte Kakaobohnen mit Vanilleschoten und Rohrzucker, kochten alles auf und waren so angetan von diesem Getränk, dass es sich schnell bis Mitteleuropa herumsprach.
Kakaobohnen bestehen aus 50 % fettem Öl, was in der Kosmetikindustrie und Pharmazie verwendet wird, oder es kommt in hochwertige Schokolade. Das Kakaopulver landet ebenfalls in der Süßwaren-Industrie oder kommt als Instantkakao auf unsere Tische.
Es gibt zwei Arten vom Kakaobaum, einmal Criollo und Forastero. Der Criollo liefert qualitativ hochwertigen Kakao, ist jedoch anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlingen und der Forastero ist weniger aromatisch ist aber robuster und liefert höhere Erträge. Weswegen der Forastero in Kakaoplantagen mehr angebaut wird. Es gibt noch ein Hybriden der aus Criollo und Forastero gezüchtet wurde, den Trinitario.
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