Wirkung:
schleimlösend, auswurffördernd
Anwendungsbereiche:
Erkältungen, Katarrhen der oberen Luftwege
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Sammelzeit:
Herbst
Zu finden:
Gipskraut wächst auf Gips- und Kalkböden in milden Lagen der Berge bis 2300 Meter.
Inhaltsstoffe:
Phytosterole, Saponine
Sonstiges:
☕ Tee: 2 Teelöffel mit 1/4 Liter Wasser zustellen und aufkochen lassen. Nach kurzer Ziehzeit abseihen und trinken. 3 Tassen täglich.
Beim Kriechenden Gipskraut handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze. Der kahle, blaugrüne Stängel wächst niederliegend bis aufsteigend und erreicht Höhen von 10 bis 25 Zentimetern, während die Wurzeln bis zu 2 Meter tief reichen. Die Laubblätter sind gegenständig am Stängel angeordnet und haben eine schmal-lanzettliche Form mit einer Länge von etwa 2 Zentimetern und einer Breite von deutlich unter 1 Zentimeter. Die Blütezeit ist von Mai bis September und viele Blüten sind in einem Blütenstand angeordnet. Die Blüten sind weiß oder rosafarben und haben einen Durchmesser von etwa 1 Zentimeter. Die fünf Kelchblätter sind bis zur Hälfte glockig verwachsen, während die Kronblätter am Ende gerundet sind. Die Staubblätter sind etwas kürzer als die Kronblätter.
Die kleinen Wurzeln des Gipskraut verwendete man manchmal zur Mischung mit anderen Hustenkräutern.
Aus den Wurzeln wurde Feinwaschmittel gewonnen, vor allem Wolle hat man damit gewaschen. Dafür benötigt man 150 g Wurzeln, die in 2 Liter Wasser etwa 1/4 Stunde in einem Topf gekocht werden. Es entsteht aufgrund der reichlichen Saponine in der Wurzel eine Lauge, die man noch etwas mit Wasser strecken kann. Die Lauge reicht für 1/2 kg Wäsche. Außerdem kann man die Lauge als Pilzbekämpfungsmittel benutzen.
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