Einbeere (Paris quadrifolia)

Schwach Giftig

Wirkung:

Anwendungsbereiche:

Eine Selbstanwendung ist nicht empfohlen.

Pest, als Desinfektionsmittel, entzündete Stellen, Schwellungen, Feigwarzen, Furunkel, entzündete Augen, schlecht heilende Wunden; Homöopathie: Kopf- und Gesichtsschmerzen, Lidzuckungen, obere Atemwege

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

In feuchten Laubwäldern.

Inhaltsstoffe:

Saponine, Paridin und Paristyphin, Schwefel

Sonstiges:

Die Einbeere ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die 10 bis 30 Zentimeter hoch wird. Ihr waagrecht verlaufendes Rhizom kann bis zu 14 Jahre alt werden. Aus Knospen an Niederblättern wachsen Laubsprosse, die nach der Blüte absterben. An einem Stängel befinden sich in einem Quirl meist vier, manchmal fünf Laubblätter. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni, wobei an jedem Stängel nur eine Blüte entsteht. Die zwittrige, grüne Blüte besteht aus vier unterschiedlich geformten Tepalen und hat acht Staubblätter. Die vier Fruchtblätter sind mit einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, und die langen Narben sind langlebig. Die Früchte sind vierfächrige, blauschwarze, saftlose Beeren mit einem Durchmesser von bis zu 1 Zentimeter, die im Juli bis September reif werden.

🛑 Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Beeren. Achtung: Geschützt vor Kindern aufbewahren und beschriften.  Der Genuss mehrerer Beeren kann zu Brechreiz, Magenkrämpfen, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel und starker Miosis führen. Paristyphnin ruft resorptiv Miosis hervor und kann zur tödlichen Atemlähmung führen. Für Krebse, Insekten und Fische sind die Einbeerensaponine sehr giftig, am Hund erzeugen sie Lähmungserscheinungen.

In den alten Kräuterbüchern wird die Einbeere als Zauberpflanze beschrieben, die mit seltsamen Kräften ausgestattet ist.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

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