Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale sup. alpinum)

Wirkung:

hautberuhigend, abführend

Anwendungsbereiche:

starke Bauchschmerzen, unterstützt die natürliche Abschirmung gegen ultraviolette Strahlung, Otosklerose (Erkrankung des Mittelohres)

Verwendete Pflanzenteile:

blühendes Kraut

Sammelzeit:

Im Garten von Juni bis September

Zu finden:

Edelweiß gehört zu den streng geschützten Pflanzen!

Das Gewöhnliche Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale subsp. alpinum) wächst in den Alpen, im Jura, den Karpaten, vor allem in Rumänien, sowie im nördlichen Balkan, im nördlichen Apennin und in den Pyrenäen. Das Weiße Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale subsp. nivale) ist nur in kleinen Gebieten in den Abruzzen, im Dinarischen Gebirge und im Pirin-Gebirge zu finden.

Inhaltsstoffe:

Glykoside, Bitterstoffe

Sonstiges:

Das Alpen-Edelweiß ist eine grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Höhen von 1 bis über 20 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Teile sind wollig-weißfilzig, und die schmalen, etwa 5 Zentimeter langen Laubblätter sind je nach Unterart stark behaart. Diese stehen in einer grundständigen Rosette zusammen und blühen von Juli bis September. Fünf bis fünfzehn weiß glänzende Hochblätter bilden einen Stern um den Blütenstand. Die Teilblütenstände enthalten 60 bis 80 weißgelbe Röhrenblüten, wobei die schmalen Randblüten weiblich sind und die größeren inneren männlich. Es werden Achänen gebildet.

Alpen-Edelweiß finden auf Grund des hohen Gehaltes an Antioxidanzien Anwendung in der Kosmetik als Feuchtigkeitspflege und UV-Schutz für Anti-Aging-Produkte und Sonnencremes. Diese kostbare Pflanze wird wegen ihrer hervorragenden Eigenschaften hoch geschätzt und ist mittlerweile ein fester Bestandteil vieler Hautpflegelinien. Edelweiß wird daher in den Schweizer Alpen landwirtschaftlich kultiviert und erfährt eine sorgfältige Ernte, um die empfindlichen Blüten zu schützen. Das Edelweiß wird nicht nur in der Kosmetik eingesetzt, sondern findet auch Verwendung als geschätzter Zusatz in Bier, Tee und Likör, wo es seinen einzigartigen Geschmack und seine gesundheitsfördernden Eigenschaften einbringt. Seine Verwendung in der Lebensmittelindustrie hat in den letzten Jahren zugenommen, da immer mehr Menschen die Vorteile des Edelweiß für das allgemeine Wohlbefinden entdecken.

Das Edelweiß wächst bereits in einigen Gärten, dabei handelt es sich immer um eine Zuchtform aus dem Himalaya.

Die seltene, filzige Pflanze wurde in Liebeszauber angewandt und verscheucht den Teufel.

Zu Räucherungen wurde er verwendet im Stall, wenn eine Kuh ein geschwollenes Euter hatte. Kein Gespenst und kein Geist, erträgt die Nähe oder den Geruch der Pflanze.

Edelweiß ist beinahe ausgerottet, auf den österreichischen 2-Cent-Münzen kann man es trotzdem täglich betrachten, auch die Alpenvereine und Gebirgsjäger des Bundesheeres tragen das Blumenzeichen auf ihren Logos und Nadeln.

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Bild: Wikipedia, Hedwig Storch, CC BY-SA 3.0

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