Indisches Lorbeerblatt (Cinnamomum tamala)

auch Mutterzimt

Wirkung:

antioxidativen, entzündungshemmenden, antimikrobiellen, blutzuckersenkenden, verdauungsfördernd, antibakteriell, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, schmerzlindernd, antidepressiv, angstlösend

Anwendungsbereiche:

In der Ayurveda: stimuliert die Verdauung, Blähungen, Magen-Darm-Beschwerden, kann den Blutzuckerspiegel regulieren, reguliert den Blutdruck, reguliert den Cholesterinspiegel, verbessert die Insulinsensivität, fördert die Mundgesundheit, zur Erfrischung des Atems, entzündliche Hauterkrankungen, Arthritis, Gelenkerkrankungen, zur Beruhigung des Geistes, Stress, Angst

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Sammelzeit:

Oktober bis März (in Indien)

Zu finden:

im tropischen und subtropischen Gebieten des Himalaya.

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle, Flavonoide, Tannine, Alkaloide, Terpenoide

Sonstiges:

Das Indische Lorbeerblatt ist ein mittelgroßer, immergrüner Baum mit Wuchshöhen von 10 bis 20 m und Stammdurchmesser von bis zu 1,5 m. Die grau-braune Borke duftet und die Zweige sind anfangs kantig, später stielrund mit kahler Rinde. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich, glänzend grün und haben charakteristische Blattadern. Die Blütezeit reicht von April bis Mai, mit einem seiten- oder endständigen Blütenstand, der viele zwittrige Blüten beinhaltet. Diese haben eine Länge von bis zu 6 mm und beinhalten verschiedene florale Strukturen, darunter Staubblätter und Staminodien. Die Steinfrüchte reifen zwischen Juni und Juli und sind 10 bis 14 mm lang.

🛑 Bei der Verwendung in der Küche als Gewürz sind die Mengen unbedenklich. Bei der Nutzung zu Heilzwecken (als Extrakt, Pulver oder hochkonzentrierter Tee) sollte die Dosierung eingehalten werden, da übermäßige Mengen potenziell leberschädliche Inhaltsstoffe enthalten könnten, ähnlich wie bei manchen Zimtsorten. Cinnamomum tamala kann Cumarin enthalten, eine Substanz, die in großen Mengen lebertoxisch wirken kann und blutverdünnende Eigenschaften hat (ähnlich wie Cassia-Zimt, aber oft weniger als dieser). Personen mit bestehenden Lebererkrankungen oder solche, die blutverdünnende Medikamente (wie Marcumar) einnehmen, sollten die Einnahme größerer Mengen vermeiden oder vorher mit einem Arzt absprechen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird empfohlen, die Einnahme auf normale Küchenmengen zu beschränken. Die Wirkung höherer, medizinischer Dosen auf Schwangere oder Säuglinge ist nicht ausreichend untersucht. Da die Blätter den Blutzuckerspiegel senken können, sollten Diabetiker, die Medikamente einnehmen, ihren Blutzucker engmaschig überwachen und die Einnahme mit ihrem behandelnden Arzt abstimmen, um eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) zu vermeiden. Obwohl selten, können allergische Reaktionen auf Zimtgewächse oder Eugenol auftreten. Bei Anzeichen einer Allergie (Hautausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden) die Einnahme sofort stoppen. Aufgrund der stoffwechselanregenden Wirkung (Bioenhancer-Effekt) könnte Cinnamomum tamala die Aufnahme und Wirkung anderer Medikamente beeinflussen. Klären Sie dies im Zweifel mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

In der nordindischen Küche werden die Blätter zum Würzen vom geschmortem Fleisch und Reis, insbesondere in Gerichten wie BiryaniPilafDal Makhani und verschiedenen Currys verwendet. Die Blätter des Indischem Lorbeerblattes riechen ähnlich wie Zimt. Auch die Rinde kann als Gewürz genutzt werden, zur Streckung und Verfälschung wird sie den Gerichten hinzugegeben. Die Rinde wird ungefähr wie der Echte Zimt (Cinnamomum verum) verwendet.

Das Aroma ist eine Mischung aus Nelke, Zimt und Pfeffer mit einer leicht kampferartigen Note, was es einzigartig macht. Der spezifische Geruch und Geschmack entfaltet sich am besten, wenn das Blatt in heißem Öl oder Ghee angebraten wird.

Trotz des Namens „Indisches Lorbeerblatt“ gehört die Pflanze zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae), ist aber näher mit dem Zimtbaum (Cinnamomum verum) und der Kassie (Cinnamomum cassia) verwandt als mit dem „echten“ europäischen Lorbeerbaum (Laurus nobilis).

In der Antike war das Blatt unter dem Namen Malabathrum bekannt und war ein begehrtes und teures Handelsgut auf den Handelsrouten nach Europa. Es wurde nicht nur als Gewürz, sondern auch zur Herstellung von Parfüms und medizinischen Ölen verwendet.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

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