Wirkung:
magenstärkend, leberstärkend, antiseptisch, bakterienhemmend, durchblutungsfördernd, appetitanregend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen, Appetitlosigkeit, leichte krampfartige Schmerzen, Infektionen und Entzündungen des Darmes, Kreislaufbeschwerden, niedriger Blutdruck, Erkältungskrankheiten, trockener Reizhusten, Heiserkeit, unangenehm kratzende Rachenentzündungen, Durchfall, Magenverstimmungen mit Erbrechen, zu starke Menstruation, Zerrungen, Quetschungen, Überanstrengung der Muskeln, Rheuma, schmerzende Zähne, Abszesse, senkt wahrscheinlich den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern Typ 2 (wird noch erforscht), reduziert LDL-Cholesterin
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Rinde und Wurzel
Sammelzeit:
Mai und Juni; Oktober und November
Zu finden:
In China, Sri Lanka, Indien, bei uns in den Geschäftsläden oder Online. Die ursprüngliche Heimat ist Sri Lanka (Ceylon). Heute wird diese Art in vielen tropischen Ländern angebaut. Im tropischen Asien, auf den Karibischen Inseln und den Seychellen ist die Art verwildert.
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl mit Eugenol, Gerbstoffe, Sesquiterpene, Polyphenol, Schleimstoffe
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel Rinde mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. 2 bis 3 Tassen pro Tag sind ausreichend, immer zu den Mahlzeiten trinken und kurmäßig anwenden.
Der Echte Zimtbaum ist ein immergrüner Baum, der bis zu 18 m hoch wird. In der Kultur werden die Bäume gestutzt, damit Zweige und Äste entstehen, deren Rinde für die Zimtgewinnung genutzt wird. Der Stammdurchmesser kann bis zu 60 cm betragen. Die Borke ist bräunlich bis gräulich, und der Rindenbast riecht aromatisch. Die Zweige sind fast zylindrisch und haben eine graue Rinde mit weißen Flecken. Junge Blätter sind leuchtendrot und werden später dunkelgrün mit weißen Adern. Die aromatischen Laubblätter sind eiförmig bis eilanzettlich und haben eine Länge von 11 bis 16 cm bei einer Breite von 4,5 bis 5,5 cm. Der Blütenstand ist 10 bis 12 cm lang und zeigt kleine, unangenehm duftende Blüten mit einem Durchmesser von 3–6 mm. Die Frucht ist eiförmig, glatt und färbt sich bei Reife bläulich-schwarz.
🛑 Achtung: Zimt sollte während der Schwangerschaft und bei Magen- und Darmgeschwüren vermieden werden. Das liegt am hohen Gehalt an dem möglicherweise kanzerogenen und hepatotoxischen Cumarin in anderen Zimtsorten im Vergleich zu echtem Zimt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt daher, „Cassia-Zimt“ nur in Maßen zu konsumieren. Personen, die allergisch auf Perubalsam reagieren, sollten Zimt meiden. Allergische Reaktionen auf Haut und Schleimhäute sind wegen Zimtaldehyd häufig.

Der Echte Zimtbaum ist bekannt für das Gewürz Zimtrinde. Sein Aroma stammt von Zimtöl, das zu 75 % aus Zimtaldehyd besteht. Die Zimtblätter werden als Ersatz für indische Lorbeerblätter genutzt. Unreife, junge und getrocknete Früchte, auch „Zimtblüten“ oder „Zimtnelken“ genannt, werden ebenfalls als Gewürz verwendet.
Zimt ist als Gewürz gut bekannt, besonders zur Weihnachtszeit ist sein Duft in beinahe allen Haushalten präsent. Er passt in Bier, Grog, Glühwein, in Punsch, in Kekse, Gewürzkuchen und Stollen. Klassisch ist Zimt auch in Apfelstrudel, Milchreis, in Schokolade und in Kompotten. In Indien ist Zimt Bestandteil der Gewürzmischung Curry und wird zum sparsamen Würzen von Fisch, Geflügel und Fleisch genutzt.
Das ätherische Zimtöl kann in der Duftlampe, zum Inhalieren oder als Saunaaufguss angewandt werden.
Für die Lebensmittelzubereitung sollte echter Zimt, bekannt als Ceylon-Zimt, verwendet werden. Die Verpackungsangaben sind oft unklar, während der Unterschied bei Zimtstangen offensichtlich ist. Echter Zimt besteht aus mehreren feinen Lagen, die wie eine Zigarre geformt sind, während andere Zimtsorten meist nur eine dicke Rindenschicht aufweisen, die keine geschlossene Stange bildet.
In der Lebensmittelindustrie wird oft anstelle von echtem Zimt der in den USA und den Niederlanden häufig verwendete indonesische Zimt Cinnamomum burmannii eingesetzt. Auch Cinnamomum cassia (Cassiazimt), der von der Zimtkassie, einem chinesischen Zimtbaum, stammt, wird verwendet.
Hildegard von Bingen: Der Zimt ist warm und hat starke Kräfte in sich. Wer ihn oft isst, hat gute Säfte, denn er unterdrückt die üblen. Der Mensch, der an Gicht geplagt ist und dadurch eine Lähmung hat, gebe das Holz und die Blätter des Baumes (solange sie Saft in sich haben) in ein Stahlgefäß und gieße Wein darüber und lasse alles kochen und trinke es oft warm und er wird geheilt werden. Ein Mensch aber, dessen Kopf voll ist, sodass er den Atem nur schwer durch die Nase ausstoßen kann, pulverisiere den Zimt und esse dieses Pulver oft mit einem Bissen Brot. Es löst die schädlichen Säfte.
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Ein Kommentar zu “Zimtbaum (Cinnamomum verum)”