Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum)

auch Nepal-Kardamom oder Brauner Kardamom

Wirkung:

verdauungsfördernde, entkrampfende, schleimlösende, entzündungshemmend, antibakteriell, anregend, stärkend

Anwendungsbereiche:

Magen-Darm-Beschwerden, Magenschmerzen, Blähungen, Erkältung, Husten, Atemwegserkrankungen, Mundgeruch, fördert die Durchblutung, senkt den Blutdruck

Verwendete Pflanzenteile:

Samen

Sammelzeit:

August bis Oktober

Zu finden:

stammt aus dem östlichen Himalaja und China.

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl, Monoterpene, Stärke, Ölsäuren, Hydroxizimtsäure

Sonstiges:

Der Schwarze Kadamom ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern und spitzen, lanzettlichen Blättern. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni, mit dichten Blütenständen, die hellrote Hochblätter tragen. Die zwittrigen Blüten besitzen ein doppeltes Perianth, der Kelch ist verwachsen, und die Krone ist gelblich. Die rötlichen Kapselfrüchte reifen zwischen Juni und September in China.

Der Schwarzer Kardamom ist ein dominantes Gewürz, das Speisen eine tiefe, rauchige Note verleiht. Es wird gern zu herzhaften, deftigen Gerichten hinzugegeben zum Beispiel in kräftigen Currys, Schmorgerichten mit Fleisch und Linsen. Außerdem sorgt er für ein reiches Aroma in traditionellen Reisgerichten wie Biryani und Pilaf in der indischen Küche. Auch in der chinesischen und vietnamesischen Küche, insbesondere in der berühmten vietnamesischen Phở-Brühe, ist er eine wichtige Zutat. Die ganzen Kapseln werden oft während des Kochens hinzugefügt und vor dem Servieren wieder entfernt, ähnlich wie Lorbeerblätter. Alternativ können die Samen aus der Kapsel gelöst und im Mörser zerstoßen werden, um ein intensiveres Aroma zu erzielen. Manchmal wird er auch in aromatischen Getränken oder Tee verwendet. In der europäischen Küche ist er weitgehend unbekannt und wird dort seltener verwendet als der grüne Kardamom, der eher in Süßspeisen und Backwaren Anwendung findet.

Im Gegensatz zum grünen Kardamom werden die Kapseln des schwarzen Kardamoms nach der Ernte im Schatten getrocknet und anschließend traditionell über einem Feuer leicht geräuchert, um das charakteristische rauchige Aroma zu entwickeln.

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