auch Kleinblüten-Königskerze, Echte Königskerze, Marienkerze, Frauenkerze, Wollblume, Kleinblütiges Wollkraut, Himmelsbrand, Fackelkraut, Wetterkerze, Feldkerze und Brennkraut
Wirkung:
auswurffördernd, schleimlösend, reizlindernd, antiviral, antibakteriell, erweichend, hustenlindernd, blutreinigend, harntreibend, beruhigend, krampflösend, hautreinigend, schweißtreibend, entzündungshemmend, antiseptisch, adstringierend, abschwellend, weichmachend, schmerzstillend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Erkältung, Husten, Halsschmerzen, Heiserkeit, Ohrenentzündung, trockener Reizhusten mit Hustenanfällen, chronischer und schwerer Husten, Bronchitis, Asthma, Tuberkulose alle Lungenerkrankungen, Rheuma, leichter Durchfall bei Kindern und alten Menschen, beginnende Schwerhörigkeit, Schmerzen im Mittelohr, Warzen, entzündete und tränende Augen, Wunden, Geschwüre, Harntröpfeln, Hämorrhoiden, Tinnitus, Muskelkrämpfe
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten
Sammelzeit:
Juni bis August
Zu finden:
in Eurasien, an sonnigen, steinigen sowie mäßig trockenen Wegrändern, in Ruderalstellen (Kiesgruben, Schotterfluren), Waldschlägen sowie an Dämmen und Ufern.
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Saponine, Flavonoide
Sonstiges:
Die Kleinblütige Königskerze ist eine zweijährige oder mehrjährige, immergrüne krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 200 Zentimetern erreicht. Sie hat eine rübenähnlich verdickte Hauptwurzel und ein gestauchte Sprossachse, die im ersten Jahr eine große Rosette und im zweiten Jahr einen langen, beblätterten Stängel bildet. Die Pflanze hat dichte Behaarung, große, ungestielte Grundblätter und wechselständige Stängelblätter. Die Blüten stehen in kleinen Knäueln, sind zwittrig mit einer doppelten Blütenhülle und erscheinen von Juni bis August. Die daraus entstehenden eiförmigen, behaarten Kapselfrüchte enthalten zahlreiche kleine, braune Samen, die durch den Wind verbreitet werden.
🛑Wer sich einen Tee aus den Blüten machen möchte sollte ihn gut abseihen, da durch die Etagensternhaare die Schleimhäute gereizt werden können.
Die Samen der Königskerze kann als Köder bei Fischfang verwendet werden.
Aus den getrockneten Blättern können Lampendochte gedreht werden. Dazu werden die Blätter in dünne Fetzen gerissen. Die ganze Pflanze in Harz oder Fett getaucht, dient als Fackel. Der gesammelte Flaum brennt wie Zunder. Man kann das auch heute noch ausprobieren.
Als Wetterprophetin hat sich die Königskerze bereits in den vergangenen Jahrhunderten einen guten Namen gemacht. Man kann vom Stand der Blüten nämlich den Zeitpunkt des Wintereinfalles bestimmen. Ist der Stängel schon ganz unten mit Blüten besetzt, so kommt er früh. Beginnen die Blütenansätze hoch, so muss erst weit nach Weihnachten mit dem ersten Schnee gerechnet werden.
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