Platanen (Platanus)

Wirkung:

frühere Wirkung siehe unten

Anwendungsbereiche:

siehe unten

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

vorwiegend auf der Nordhalbkugel, in den gemäßigten Klimazonen Europas, Asiens und Nordamerikas.

Inhaltsstoffe:

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Sonstiges:

Platanen sind laubabwerfende bis halbimmergrüne Bäume, die Wuchshöhen von 25 bis 50 Metern erreichen. Ihre Borke blättert in Platten ab, was ein Mosaik aus hellgelben und grauen Bereichen hinterlässt. Sie sind mistelfest, und ihre jungen Blätter, Zweige und Blütenstände sind wollig behaart. Die Laubblätter sind meist handförmig gelappt und teilweise mit Ahornblättern verwechselbar. Platanen sind einhäusig, mit männlichen und weiblichen Blüten in separaten Blütenständen, die durch Wind bestäubt werden. Die Blütezeit liegt zwischen Mitte März und Ende Mai, während der Pollenflug hauptsächlich von Mitte April bis Mitte Mai erfolgt. Die Früchte bleiben über Winter und verteilen ihre Samen im Frühjahr durch das Zerfasern des Fruchtkörpers.

🛑 Platanenhusten wird durch feine Härchen (Trichome) ausgelöst, die sich an den Unterseiten von Platanenblättern und Knospen befinden und sich bei trockenem, windigem Wetter ablösen. Diese Trichome reizen die Atemwege und Schleimhäute und verursachen Symptome wie Husten, Halskratzen, ein Fremdkörpergefühl und Reizungen von Augen und Nase. Im Gegensatz zur Platanenpollenallergie, die durch Pollen ausgelöst wird, ist der Platanenhusten eine irritative Reaktion auf die mechanische Reizung durch die Trichome. 

Platanen werden oft als Hybride in Parks, Alleen und zur Straßenbegrünung verwendet. Sie sind robuster wie andere Bäume und bieten auch Schutz für streng geschützte Arten wie der Körnerbock Käfer und dem Großen Goldkäfer, sowie für Fledermäuse den Abendsegler.

In Dessau befinden sie Platanen am Rondell die 1781 von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau gepflanzt wurden, die zu den ältesten Exemplaren in Deutschland zählen. Sie sollen um die 230 Jahre alt sein. Auch in Herzogenrath wurde um die 1750 eine Ahornblättrige Platane gepflanzt. Sie gehört auch mit zu den ältesten Exemplaren und ist 33 Meter hoch und hat einen Stammumfang von 6,05 Metern. In Oelzschau wurde bereits eine Ahornblättrige Platane um die 1668 gepflanzt. Ihre Baumehöhe beträgt über 42 Meter.

In Wien ist die Mozart-Platane eine Morgenländische Platane, die vermutlich um 1780 gepflanzt wurde, mit einem Stammumfang von 6 Metern. Sie wurde als Naturdenkmal ausgewiesen.

In Tübingen wurde eine Pflanzenallee um die 1828 gepflanzt und gilt mit ihren ca. 84 Bäumen zu einer der ältesten Alleen.

Auch in Frankreich sind Platanen zu finden. In Paris sind ca. 40 % aller Bäume Plantanen.

Früher nutzte man die Platane volksheilkundlich aufgrund der wahrscheinlich adstringierende und antibakteriellen Wirkung bei entzündlichen Geschwülsten, Zahnschmerzen, Schlangenbissen und bei Skorpionstichen. Wissenschaftlich wurde dies nicht bestätigt.

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