Giftig
Wirkung:
giftig
Anwendungsbereiche:
Damals: Abführmittel
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel
Sammelzeit:
–
Zu finden:
Am Ufer, am Gewässer wie Weihern, Teichen, Tümpeln, Gräben und meist auf Schlammböden.
Inhaltsstoffe:
Nicht identifizierter Giftstoff, flavonoide Verbindungen, Bitterstoff, ätherisches Öl
Sonstiges:
Der Gewöhnliche Froschlöffel wächst an feuchten Orten als mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Höhen von 20 bis 90 Zentimeter. Eine Sprossknolle dient als Überdauerungsorgan und hat einen Durchmesser von 1 bis 3,5 Zentimeter. Die Pflanze bildet emerse und submerse Laubblätter, wobei die emersen Blätter lang gestielt und bis zu 20 Zentimeter lang sind. Zusätzlich hat sie auch flutende Wasserblätter. Eine klare Unterscheidung zu ähnlichen Arten ist oft schwierig. Neu austreibende Pflanzen zeigen zunächst untergetauchte Primärblätter, gefolgt von Schwimmblättern und großen Luftblättern. Der Blütenstand ist pyramidenförmig und entwickelt sich ab Juni mit der Blütezeit im Sommer. Die relativ kleinen Blüten sind zwittrig mit drei Kelch- und drei Kronblättern sowie sechs Staubblättern. Die Blüten öffnen sich meist erst am Mittag. Die reifen Achänen sind eiförmig und besitzen Rillen auf der Rückseite.
🛑 Die ganze Pflanze ist frisch giftig. Froschlöffel hat einen Milchsaft der Haut irritierend ist und Blasen ziehend. Für das Weidevieh ist die Pflanze tödlich giftig; Ziegen jedoch vertragen die frische Pflanze ausgezeichnet. Die Gifte werden durch Hitze und Trocknung zerstört. Durch langes Kochen für mindestens 3 Tage und ständigem Wasserwechsel, können alle Giftstoffe zerstört werden.
Frisch riecht der Echte Froschlöffel wie Veilchenwurzel.
In Russland wurde der Froschlöffel gegen Tollwut eingesetzt, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo medizinische Hilfe oft schwer zugänglich war. Damals wurde in der Volksheilkunde der mit dem Pflanzensaft getränkte Leinentücher gegen Kopfschmerzen auf die Stirn gelegt, da man glaubte, dass die heilenden Eigenschaften der Pflanze nicht nur den Körper, sondern auch den Geist beruhigen könnten. Diese Praktiken spiegeln das umfangreiche Wissen der Menschen über die Natur und ihre Ressourcen wider, und viele dieser alten Traditionen haben bis heute Bestand, da sie oft als sanfte und natürliche Heilmethoden geschätzt werden.
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