Schwach Giftig
Wirkung:
giftig, leberschädigend
Anwendungsbereiche:
Wegen seiner Giftigkeit wird das Kraut heute nicht mehr als Heilpflanze verwendet.
Verwendete Pflanzenteile:
–
Sammelzeit:
–
Zu finden:
Wiesen, Säume und Wegränder
Inhaltsstoffe:
Pyrrolizidinalkaloide Jacobin, Senecionin, Oxalate
Sonstiges:
Das Jakobs-Greiskraut ist eine meist zweijährige Pflanze, die 30 bis 100 Zentimeter hoch werden kann. Im ersten Jahr bildet sich eine Blattrosette mit etwa 20 Zentimeter langen Blättern. Die aufrechte Sprossachse mit Blütenständen wächst erst im zweiten Jahr. Die fiederteiligen Blätter sind zum Ende hin breiter und haben Öhrchen an der Basis. Oben an der Pflanze befinden sich in einem verzweigten Gesamtblütenstand zahlreiche gelbe Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen sind 15 bis 25 Millimeter groß und besitzen eine Hülle aus Hüllblättern, deren Spitzen meist schwarz sind. Gelbe Zungenblüten sind häufig gut ausgebildet, können aber fehlen. Pro Blütenkopf entstehen etwa 70 Samen, die teilweise mit Haaren ausgestattet sind.
🛑 Die Pflanze enthält in allen Teilen das leberschädigende Pyrrolizidinalkaloid und wird von Landwirten und Pferdehaltern gefürchtet. Der Alkaloid-Gehalt ist in den Blüten bis zu doppelt so hoch wie im Kraut. Auch kleine Dosen schädigen die Leber dauerhaft, so dass eine schleichende Vergiftung über Jahre möglich ist.
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