Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)

Giftig

Wirkung:

auswurffördernd, abführend, verdauungsfördernd, harntreibend, ausschwemmend

Anwendungsbereiche:

damals: Verstopfungen, zur Anregung der Monatsblutung, Augen- und Ohrenbeschwerden
Homöopathie: bei eitrig entzündlichen Hauterkrankungen

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

April bis Juni

Zu finden:

im Wald und in Gärten

Inhaltsstoffe:

Saponine, ätherisches Öl, Methylamin, Trimethylamin, Hermidin

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 1/4 Liter kaltem Wasser zustellen, bis zum Siedepunkt erhitzen und wieder abkühlen lassen, bis die Trinktemperatur erreicht ist. Abseihen und nicht mehr als 2 Tassen pro Tag trinken. Das frische Kraut wäre zwar wirksamer, die Dosierung aber schwieriger. Mehr als die beiden Tassen täglich sollte man nicht zu sich nehmen.

Das Wald-Bingelkraut ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die 15 bis 30 Zentimeter hoch wird. Obwohl es zu den Wolfsmilchgewächsen gehört, enthält es keinen Milchsaft. Die Stängel sind vierkantig und haben oben Blätter; unten sind sie nur mit Schuppenblättern versehen. Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite unterteilt, der Blattstiel ist 5 bis 30 Millimeter lang. Die Blattspreite ist elliptisch bis eiförmig und zwei- bis dreimal länger als breit. Die Blütezeit ist von April bis Mai. Das Wald-Bingelkraut hat männliche und weibliche Pflanzen mit kleinen, grünen Blüten. Die männlichen Blüten haben viele Staubblätter und stehen in unterbrochenen Blütenständen. Die weiblichen Blüten sind langgestielt und stehen einzeln oder paarweise. Die Früchte sind kapselartige Fruchtstände mit einsamigen Teilfrüchten, die etwa 4 bis 5 Millimeter lang und borstig sind. Die Samen sind fast kugelig und rundlich.

🛑 Das Bingelkraut ist giftig und kann unter Umständen bei Weidevieh zu Vergiftungen führen. Frisch verursacht es Durchfall, Nervenlähmung und Leberschäden. Alle Pflanzenteile gelten für den Menschen insgesamt als wenig giftig.

In der Magie war das Bingelkraut vor allem eine narkotische Zutat von Hexensalben und Räucherrezepturen.

Die frische Pflanze ist giftig, das mehrjährige Waldbingelkraut Mercurialis perennis ist etwas giftiger als das Schuttbingelkraut Merculialis annua. Es wird nur für homöopathische Arzneien gebraucht.

Das ganze Kraut mit Alaunbeize ergibt Graugelb. Weil sich die Pflanze beim Trocknen blau verfärbt, galt sie als Ersatz für das teure Indigo.

Zur Räucherung kann man die Pflanze mitsamt der Wurzel trocknen. Entweder allein oder als Mischung mit zum Beispiel Hopfen oder Wachholderbeeren verräuchern. Bingelkraut vertreibt schlechte Atmosphäre, wie sie manchmal von übellaunigen Menschen verbreitet wird, die oft tagelang in einem Raum nachklingt. Es stärkt den eigenen Selbstwert.

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