Wirkung:
blutstillend, harntreibend, menstruationsfördernd, stärkend, krampfmindernd
Anwendungsbereiche:
Wunden, Blutungen, Drüsengeschwülsten, Koliken als Diuretikum, regt die Monatsblutung an, Menstruationsbeschwerden, Gelenkschmerzen, Gicht, Rheuma, Schilddrüsenproblemen, Neuralgien
Verwendete Pflanzenteile:
das blühende Kraut
Sammelzeit:
Mai bis August
Zu finden:
Auf nährstoffreichen und feuchten Stellen im Wald, an Waldrändern, Gebüschen und schattigen Straßenrändern.
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Sonstiges:
Wald-Ziest ist eine ausdauernde Pflanze und sie kann zwischen 30 und 120 cm hoch werden. Er bildet unterirdische Ausläufer. Die Blüte riecht angenehm fliederartig und wenn man die Pflanzenteile zerreibt duftet sie unangenehm. Der vierkantige Stängel ist aufrecht oder leicht gebogen und drüsig behaart. Innen ist er hohl und er trägt zwei bis fünf Blattpaare. Die gegenständig angeordneten Blätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Sie sind abstehend behaart und von hellem, kräftigem Grün. Die Blattspreite ist herzförmig und der Blattrand gezähnt. Die Blüten stehen in langen ährenähnlichen Blütenständen, jeweils zu meist viert bis zehnt in Scheinquirlen zusammengefasst blattähnlichen Hochblättern, die nach oben hin immer kleiner werden. Die Blüten sind meist dunkelrot oder weinrot, sie können auch violette oder rosa sein. Die Kelche sind glockig, zehnnervig, oft braunviolett überlaufen und enden in 5 dreieckigen, kurz begrannten, beim Verblühen sich auswärtskrümmenden und dicht mit einfachen und Drüsenhaaren besetzten Zähnen.
In der Küche kann man die jungen Blätter roh oder gegart an Salaten und Wildgemüsegerichten geben, jedoch sollte man vorher probieren, ob der Geschmack einen zusagt. Die Blüten sind eine essbare Dekoration. Die Samen können als Gewürz an Speisen und Gebäck gegeben werden. Die Wurzelknollen wurden früher getrocknet, gemahlen und verbacken, sie sind sehr nährstoffreich.
Die Pflanze hat einen gelben Farbstoff.
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