Ampfer, Krauser (Rumex crispus)

Schwach giftig

Wirkung:

entschlackend, antioxidativ, antibakteriell

Anwendungsbereiche:

leichte Verstopfung, Wunden, Hautkrankheiten, erhöht die Gallenproduktion, zur Entgiftung

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel, Blätter

Sammelzeit:

Wurzel im Herbst

Blätter von Frühling bis Sommer

Zu finden:

An Unkrautfluren, an Ufern, Gräben, auf Äckern, in Gänseangern und auf nassen Wiesen.

Inhaltsstoffe:

Kaliumoxalat, Oxalsäure, Tannin, Gerbstoffe, Anthrachinone

Sonstiges:

Krauser Ampfer ist eine immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze. Die Blütenstängel wachsen von der Basis aus mit glatten, ledrigen, fleischigen Blättern und an der Spitze in einer großen Traube. Die Blätter sind an den Rändern gewellt oder gekräuselt und haben eine grobe Struktur. Die Blätter können bis zu 60 cm lang werden und sind 7,5 cm breit, wodurch sie lang, schmal und gewellt sind. Kleine Adern biegen sich zum Rand des Blattes hin und kehren dann zur zentralen Ader zurück. Blätter weiter oben an der Pflanze können in Größe und Aussehen variieren. Auf älteren Blättern ist die zentrale Ader manchmal rot gefärbt. Der Blütenstängel ist ca. 90 cm hoch, mit gebündelten Blüten und Samen. Winzige grüne Blüten wachsen in dichten Köpfen am Blütenstängel. Die 3-seitigen Samen sind braun, glänzend und von einer papierartigen Hülle bedeckt, die wie herzförmige Flügel aussieht. Die Wurzel, eine lange, gelbe, sich gabelnde Pfahlwurzel und wird jedes Jahr neu ausgebildet. Sie kann bis zu 3 m tief wurzeln.

🛑 Lokale Reizung; resorbierte Oxalsäure bindet Blut-Calcium und führt zu Hypocalcämie. Die Calciumoxalat-Kristalle schädigen bei Ausscheidung die Nieren. Vergiftungssymptome sind: Erbrechen, Durchfall, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Hypotonie, Zittern, Lähmungen, Hämaturie/Anurie u. a.

In der Küche kann man die Blätter als Kochgemüse verwenden, sie haben einen zitronigen Geschmack. Junge Blätter können auch roh gegessen werden.

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