Wirkung:
hustenstillend, abschwellend, stärkend, aphrodisierend, antibiotisch, antibakteriell, krampflösend, schleimlösend, blutzuckersenkend
Anwendungsbereiche:
Husten, Asthma, Keuchhusten, Arterienverkalkung, Epilepsie, Warzen, frische Verletzungen, entspannt die Muskeln der Atemwege, erleichtert die Atmung, lindert Keuchen, Schwindsucht, chronische Bronchitis, Hühneraugen, Warzen, Ballenzehen
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter oder ganze Pflanze
Sammelzeit:
Juli, August
Zu finden:
Streng geschützte Pflanze. Manchmal noch auf Torfmoospolstern. Sie wächst auf Hochmooren oder auf sandigen Torfböden.
Inhaltsstoffe:
Flavonoide, Naphtochinonderivate, Droseron, Gerbstoffe, Quercetin, Farbstoffe
Sonstiges:
☕ Tee: 2 Teelöffel Kraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. 3 bis 4 Tassen täglich trinken. Ausländische Drosera wird höher dosiert.
Rundblättriger Sonnentau ist eine mehrjährige Pflanze, die aus einer Winterknospe, dem Hibernakel, wächst und eine Rosette bildet. Im frühen Herbst zieht die Pflanze ihre Blätter ein und bildet eine neue Winterknospe. Ihr Wurzelsystem ist schwach und reicht nur wenige Zentimeter tief. Die Blattrosette hat Blattstiele von 1 bis 7 cm Länge, an denen die typischen Fangblätter sitzen, die rundlich und meist breiter als lang sind. Jedes Blatt hat etwa 200 feine rötliche Tentakeln, die ein klebriges Sekret absondern, um Insekten wie Mücken und Fliegen zu fangen. Die Blüten erscheinen von Juni bis August auf hohen Stängeln und sind meist geschlossen. Normale Blüten öffnen sich nur kurz am Morgen. Die Pflanze produziert ab August große Mengen an kleinen, braun-schwarzen Samen, die kein Nährgewebe haben und Licht sowie Kälte benötigen, um zu keimen. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Brutknospen an absterbenden Blättern.
🛑 Mit Vorsicht verwenden. Die innere Anwendung dieses Krauts verursacht eine harmlose Färbung des Urins.
Einige Tränen, in einem Amulett getragen, sollen böse Geister vertreiben.

Sonnentau ist eine fleischfressende Pflanze. Die Fangblätter haben am Rand Zotten, die durch die Berührung mit eiweißhaltigen Stoffen zur Ausscheidung eines zähflüssigen Tropfens gereizt werden. Dieser Tropfen enthält Ameisensäure und Enzyme, die in der Lage sind, Eiweiß aufzuspalten.
Kommen an ihr kleine Insekten, so werden sie vom Fangschleim festgehalten, die tentakelähnlichen Zotten neigen sich zur Blattmitte und schließen das Blatt ab. Der Verdauungsorgan beginnt und erst wenn er abgeschlossen ist, öffnen sich die Blätter wieder. Ich finde dies total faszinierend.
In Australien kommen die meisten Drosera-Arten vor, dort findet man sogar strauchartige Kletterer.
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