Silberwurz, Weiße (Dryas octopetala)

Wirkung:

nervenstärkend, zusammenziehend

Anwendungsbereiche:

Schlaganfall, Nerventonikum, Erkältungen, Virusinfektionen, innere Blutungen; Homöopathisch: Wenn die Körperfunktionen auf Sparflamme laufen und eine Stärkung des Bindegewebes erwünscht ist. Pulpitis (Entzündung im Wurzelbereich der Zähne)

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Sammelzeit:

Frühling

Zu finden:

Auf Felsen, Schutt in den Alpen und auf Almwiesen. Diese Pflanzenart steht gebietsweise unter gesetzlichem Schutz.

Inhaltsstoffe:

Triterpensaponine, Gerbstoffe, organische Säuren, Vitamine, Mineralstoffe, Silizium

Sonstiges:

Die lang gestielten gekerbten Blätter sind immergrün und auf der Unterseite silbrig-weiß. Die Blüten sind schneeweiß.

Immergrüner, stark verzweigter Spalierstrauch mit langen, niederliegenden Trieben und kurzen, aufrechten Kurztrieben von 2–10 cm. Die Blätter sind lederig und dichten, weißen Filz auf der Unterseite. Die Nebenblätter sind schmal-dreieckig und verwachsen mit dem Blattstiel. Die Blüten sind radiärsymmetrisch, meist weiß und wachsen einzeln auf kurzen, behaarten Stielen. Sie haben schmale, spitze Kelchzipfel und kronblätter. Die Staubblätter sind zahlreich und kahl, während die Fruchtblätter zahlreiche, lange Haare besitzen und sich in einem diskusartigen Fruchtboden formen, der kleine Achänen mit langen, fedrigen Schwänzen bildet. Die Blütezeit ist von Juni bis Juli, in tiefen Lagen schon im Mai. Die Früchte verbreiten sich durch den Wind.

Bis zu 100 Jahre alt kann der Strauch werden. Er lebt symbiotisch mit einem Wurzelpilz, dieser versorgt ihn unterstützend mit Wasser. Früher war die Pflanze über ganz Europa verbreitet, heute gibt es sie hauptsächlich in Schweden und Sibirien, wo die Silberwurz gemeinsam mit Flechten und Moosen die Tundra bevölkern.

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