Siegwurz / Allermannsharnisch (Allium victorialis)

Wirkung:

verdauungsfördernd, harntreibend, wurmtreibend, wundheilend

Anwendungsbereiche:

Verbrennungen, Erfrierungen, Beschwerden beim Harnabgang, Heiserkeit, Halsentzündungen, gegen Darmgeräusche, Darmgrimmen, zur Entschlackung

Verwendete Pflanzenteile:

Zwiebel

Sammelzeit:

Frühjahr oder Herbst

Zu finden:

Vielfach bereits streng geschützt. Wächst nur noch selten als Gebirgspflanze in alpinen Zonen auf Hochstaudenfluren.

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Schwefel

Sonstiges:

Der Allermannsharnisch ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die 30 bis 60 Zentimeter hoch wird. Dieser Geophyt hat eine schief aufsteigende, zylindrische Zwiebel mit äußeren, netzigfaserigen und inneren, knoblauchartig riechenden Zwiebelschalen. Die Laubblätter bestehen aus einem kurzen Blattstiel und einer Blattspreite. Die Blattspreite ist 10 bis 20 Zentimeter lang und 3 bis 6 Zentimeter breit, lanzettlich oder elliptisch. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Die Blüten stehen in dichten, kugeligen Blütenständen ohne Brutzwiebeln und werden nicht von den Hochblättern überragt. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und radiärsymmetrisch. Die Perigonblätter sind gelblich-grün bis weiß und etwa 5 Millimeter lang. Die Kapselfrüchte enthalten meist sechs Samen.

Über die Siegwurz gibt es viele Geschichten, eine davon ist das sich Zwerge in die Pflanze verwandelt haben.

Die Allermannsharnischzwiebel soll in der Hosentasche getragen, vor bösen Geistern schützen.

Allermannsharnisch war ein Ersatz für die seltene Alraune. Es gibt noch heute in der Nationalbibliothek in Wien eine die von Kaiser Rudolf II. aufbewahrt wird.

Siegwurz hat die Wirkung gegen Poltergeister und andere Geister-Erscheinungen.

Der Siegwurz / Allermannsharnisch gehört wie Bärlauch, Knoblauch oder Schnittlauch zu der selben Familie. Sie ist eine heilige Pflanze die in erster Linie magisch gebraucht wird und nur in Notfällen auch für die Heilkunst herhalten muss.

Stängel und Blätter sowie die Zwiebeln sind essbar.

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