Wirkung:
antibakteriell, sekretionsfördernd, schleimlösend, harn- und galletreibend, antimikrobiell
Anwendungsbereiche:
Leber- und Galleerkrankungen, Husten, Katarrh der oberen Luftwege, Bronchitis, Brechreiz, Übelkeit, Verstopfung, fördert den Gallefluss, verhindert die Bildung von Gallensteine, Rheuma, Gicht, stärkt Magen, Darm, Nieren und Leber, Heiserkeit, Angina
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel im ersten Jahr
Sammelzeit:
Sommer bis Winter
Zu finden:
Gartenpflanze, Acker
Inhaltsstoffe:
Senfölglykoside, ätherisches Öl, Vitamine, vor allem Vitamin C, Mineralstoffe, Eisen, Kalium, Kalzium, Phosphor
Sonstiges:
Der Garten-Rettich ist eine ein- bis zweijährige Pflanze, die 30 bis 100 Zentimeter hoch wird. Er bildet Knollen aus dem Hypokotyl und der Wurzel, wobei die Farbe und Größe der Knollen variieren. Der Stängel ist röhrig, oft violett, und die Laubblätter sind gezähnt oder gefiedert, aber nicht bis zur Rhachis getrennt. Die Blüten erscheinen im Mai und Juni in lockeren Trauben mit etwa 30 Blüten. Die vier Kronblätter sind weiß oder violett und die Antheren sind gelb. Die Früchte sind zylindrisch und kegelförmig, bleiben bei Reife geschlossen, und die Samen sind eiförmig und hellbraun.
🛑 Sollte nicht angewandt werden bei Gallensteine, da das Leiden plötzlich akut werden könnte. Auch wer an einem empfindlichen Magen leidet und zu Sodbrennen neigt, sollte sich bei Rettich zurück halten.
Zu einer Spirale geschnitten, wird der Rettich gut eingesalzen, hochgestellt und stehen gelassen, dann gibt er Flüssigkeit ab. Wenn er im Saft steht, ist er fertig und jeder zupft sich seine Portion ab. Schmeckt am besten zu einer Scheibe Brot und Butter.
Für einen Hustensaft höhlt man den Rettich aus und füllt Kandiszucker hinein. Lässt ihn dann über Nacht stehen, oder so lange bis sich der Zucker aufgelöst hat. Der entstandene Saft nimmt man dann zu sich und kratzt dabei auch immer etwas vom Rettichfleisch ab.
Man kann den frischen Rettich essen oder etwa 50 ml Rettichsaft pro Tag zu sich nehmen.
Vom Rettich wird die Wurzel als Gemüse genutzt. Aus den Samen des Ölrettichs wird Öl gewonnen. Die Schoten des Rattenschwanzrettich (Raphanus sativus subsp. mougri) werden als Gemüse gegessen. Auch die Blätter sind essbar.
Es gibt viele verschiedene Rettichsorten, ob nun weiß, rot oder schwarz dazu gehört auch das Radieschen.
Hildegard von Bingen: Der Rettich ist mehr warm als kalt. Lasse ihn unter der Erde an einem feuchten Ort für zwei oder drei Tage ausgegraben liegen, dass er besser zu essen ist. Gegessen reinigt er das Gehirn und vermindert die schädlichen Säfte der Eingeweide. Denn wenn ein starker und fetter Mensch Rettich isst, heilt er und reinigt innerlich. Den Kranken aber schädigt er. Aber wenn ein Kranker ihn essen will, soll er ihn zuvor trocknen und pulverisieren, und zu diesem Pulver gebe er Salz und Fenchelsamen. Wer viel Schleim in sich hat, pulverisiere Rettich und er koche Honig mit Wein und schüttle dieses Pulver hinein. Er trinke es nach dem Essen und nüchtern, und dieses Pulver wird ihn vom Schleim reinigen, und der Honig bewirkt, dass er nicht mager wird.
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