Wirkung:
verdauungsfördernd, stoffwechselanregend
Anwendungsbereiche:
Verstopfung, als Verdauungshilfe, wirkt mild abführend, Bisse von giftigen Tieren wie Schlange, Spinne oder Skorpion, unterstützt Leber und Galle, verbessert die Fließgeschwindigkeit des Blutes, zur begleitenden Langzeitbehandlung bei Tumoren und während einer Strahlentherapie (wird aber kritisch gesehen)
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte, Blätter
Sammelzeit:
in den Tropen während des ganzen Jahres, im Gewächshaus erst nach einigen Jahren im Sommer, Die Wildform kommt vom südlichen Mexiko bis Costa Rica vor.
Zu finden:
In den Tropen Südamerikas und in den subtropischen Zonen.
Inhaltsstoffe:
Enzyme, vor allem Papain, Lipase, Callase, Glykoside, Pektin, Vitamin A, Vitamin C, Alkaloide
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel Blätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen und mindestens 15 Minuten ziehen lassen, besser länger. Vor oder nach dem Essen trinken.
Diese schnellwüchsige, immergrüne Pflanze wird oft als Baum bezeichnet, da sie einen ähnlichen Habitus hat. Die Papaya ist eine große, meist unverzweigte Pflanze mit einem hohlen Stamm, der Wuchshöhen von 5 bis 10 Metern und Durchmesser bis 30 Zentimeter erreichen kann. Aufgrund ihrer Struktur wird die Papaya weder als Baum noch als Strauch oder Staude betrachtet. Die Pflanze lebt eher kurz (20–25 Jahre) und produziert einen Milchsaft, Latex. Die Laubblätter sind spiralig am Stamm angeordnet und fallen kontinuierlich ab, sodass der Stamm unten kahl ist. Die großen Blätter haben einen Durchmesser von 35 bis 75 cm und sind handförmig gelappt. Die Blüten sind meist zweihäusig verteilt und können weiblich, männlich oder zwittrig sein. Die weiblichen Blüten produzieren keinen Nektar und besitzen einen großen Fruchtknoten. Die Früchte sind dünnschalige Beeren, die rund oder eiförmig sind und bis zu 10 kg wiegen können. In Europa findet man hauptsächlich die hawaiische oder brasilianische Papaya, während die mexikanische Form größer ist. Die reife Frucht hat eine gelblich-grüne Schale und enthält viele kleine schwarze Samen.
🛑 Gegenanzeigen sind insbesondere Blutungsneigung und Schwangerschaft.

Papayas gibt es in großen und kleineren Sorten man schneidet sie in der Mitte auseinander, entfernt die Kerne und schält die halben Teile. Papaya nicht roh zu essen wäre schade.
Das vorhandene Papain, was sich in den Samen, in den Blättern, im Milchsaft der unreifen Früchte, aber auch in den reifen Früchten befindet, ist ein Enzym, das schwer verdauliches Eiweiß oder giftige Eiweißstoffe so umwandelt, dass sie für den Menschen genießbar sind. Das Papain wird in der Lebensmittelindustrie verwendet und macht auch das zäheste Stück Fleisch dadurch weich und mürbe.
In der Küche kann man die unreifen Früchte wie Gemüse essen, oder man nutzt sie in Chutneys, Curry oder Salsas. Das reife Fruchtfleisch schmeckt süß und kann mit Zitronensaft und Zucker oder Ingwer noch verstärkt werden. Die Kerne sind auch essbar; sie haben einen scharfen Geschmack, der an Kapuzinerkresse erinnert.
100 g Papaya enthalten:
| Bestandteile | Kohlenhydrate |
| Wasser 88,06 g Eiweiß 0,47 g Fett 0,26 g Kohlenhydrate 10,82 g Ballaststoffe 1,7 g Mineralstoffe 0,39 g | Glucose 4,09 g Fructose 3,73 g Saccharose 0 g Stärke 0 g |
| Mineralstoffe | Menge | RDA |
| Natrium Kalium Magnesium Calcium Mangan Eisen Kupfer Zink Phosphor Selen | 8 mg 180 mg 21 mg 20 mg 40 µg 250 µg 45 µg 80 µg 10 mg 0,6 µg | 1,45 % 9 % 5,6 % 2,5 % 2 % 1,79 % 4,5 % 0,8 % 1,43 % 1,09 % |
| Vitamine | Menge | RDA |
| Vitamin A Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B3 Vitamin B5 Vitamin B6 Folsäure Vitamin E Vitamin C | 47 µg 23 µg 27 µg 357 µg 191 µg 38 µg 37 µg 300 µg 60,9 mg | 5,88 % 2,09 % 1,93 % 2,23 % 3,18 % 2,71 % 18,5 % 2,5 % 76,13 % |
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