Markfruchtbaum (Semecarpus anacardium, Syn. Anacardium orientale)

Wirkung:

Anwendungsbereiche:

Von einer Selbstanwendung wird dringend abgeraten!

Bei Lähmungen nach Schlaganfall, bei Haut- und Unterleibserkrankungen, gegen Wurmbefall, Asthma, Hühneraugen, Warzen, Beingeschwüre

Homöopathie: Geistig-Seelische Störungen, Gastritis, Hämorrhoiden, Geschwüren

Verwendete Pflanzenteile:

Früchte

Sammelzeit:

jederzeit

Zu finden:

In Bergregionen Südasiens und im tropischen Australien. Der Markfruchtbaum ist im Osten von Indien beheimatet.

Inhaltsstoffe:

Alkaloid Chuaren, Cardol, Anacardsäure, Fette, Öle

Sonstiges:

Der Markfruchtbaum ist ein mittelgroßer bis großer, laubabwerfender Baum, der Wuchshöhen von 15 bis 25 Metern erreicht. Seine braun-graue Borke blättert in kleinen Stücken ab. Er produziert Gummi oder Harz. Die einfach angeordneten Laubblätter sind kurz gestielt und 20 bis 60 Zentimeter lang, mit einer dunkelgrünen Oberseite und einer behaarten, blassgrünen Unterseite. An den rispigen Blütenständen wachsen die Blüten in Bündeln. Diese sind grünlich-weiß oder grünlich-gelb und können männlich oder zwittrig sein. Bei zwittrigen Blüten sind die Fruchtblätter zu einem Fruchtknoten verwachsen. Die Steinfrüchte sind schwarzbraun, ledrig und etwa 25 Millimeter lang. Sie sitzen auf einem essbaren, orange-gelben Fruchtstiel, der eine Scheinfrucht bildet. Im Mesokarp der Fruchtschale befindet sich ein bitteres, ätzendes Öl. Die Steinfrucht wird auch Merknuss genannt, und die Droge heißt „Fructus Anacardii orientalis“. Weitere Namen für die Früchte sind Anacardium und Elefantenlaus.

🛑 Achtung: Der Markfruchtbaum darf nur homöopathisch verwendet werden! Wegen der gefährlichen Effekte der Frucht dürfen keinerlei Selbstanwendungen vorgenommen werden! Ein Kontakt mit dem ätzenden Öl der Fruchtschale kann innerhalb von 24 Stunden auf der Haut Juckreiz und einen Ausschlag mit großer Blasenbildung (entspricht etwa Verbrennungen des II. Grades) verursachen. Die Dermatitis kann sich dabei über den ganzen Körper ausbreiten. Bei oraler Aufnahme dieser Substanz können heftige Magen-Darm-Entzündungen, Respirationsstörungen sowie motorische Lähmungen auftreten.

Wird auch Ostindische Elefantenlaus, Ostindischer Tintenbaum, Anakardien-Herznuss, Herzfrucht, Herznuss, Malakanuss, Malagabohne genannt.

Die Kerne sind essbar, wie auch die fleischigen Fruchtstiele.

Die Tinte wird für Stempelfarben verwendet.

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Bild: Wikipedia, J.M.Garg, CC BY 3.0

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