Natternkopf, Gewöhnlicher (Echium vulgare)

Schwach Giftig

Wirkung:

harntreibend, schweißtreibend, heilend, diuretisch, entzündungshemmend, adstringierend, antirheumatisch

Anwendungsbereiche:

Husten, Lungenerkrankungen, als Wundauflage oder Pflaster bei Abszessen und Furunkeln, Diuretikum, Fieber, Kopfschmerzen, Brustbeschwerden, Schlangenbisse, Rheuma, Verstauchungen

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten

Sammelzeit:

Juni bis August

Zu finden:

An trockenen, heißen Straßenrändern und zwischen den Autobahnen. Er liebt Trockenrasen und ausgedörrtes Ödland.

Inhaltsstoffe:

Pyrrolizidin-Alkaloide, Cynoglossin, Consolidin, Cholin, Schleimstoffe, Allantoin, Fettsäuren

Sonstiges:

Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine meist zweijährige Pflanze, die 20 bis 150 cm hoch werden kann. Die schwarze, rot schimmernde Pfahlwurzel kann bis zu 81 cm tief in den Boden reichen. Im ersten Jahr bildet sich eine Blattrosette. Ab dem zweiten Jahr entstehen ein oder mehrere steife und meist verzweigte Stängel. Diese haben stechende Borstenhaare auf roten, schwarzen oder weißen Knötchen und weiche Trichome. Die Blätter sind in einer grundständigen Rosette und wechselständig am Stängel verteilt. Die unteren Blätter sind elliptisch bis lanzettlich, während die oberen schmal-lanzettlich sind. In einem zylindrischen bis kegelförmigen Blütenstand befinden sich viele einfache Wickel mit bunten Blüten in zwei Reihen. Die Blüten sind fünfzählig und schwach zygomorph. Die Kelchblätter sind an der Basis verwachsen und erreichen bis zur Fruchtreife eine Länge von bis zu 10 Millimetern. Die Kronblätter sind meist rosa bis violett und verfärben sich später blau. Die Blütenkrone hat eine tief trichterförmige Form, endet in fünf ungleichen Kronzipfeln und blüht von Mai bis Juli.

🛑 Sie hat bei längerem Gebrauch eine leberschädigende und karzinogene Wirkung. Die Blätter sind giftig. Es wurden noch nie Vergiftungsfälle dieser Pflanze festgestellt. Die borstigen Haare auf den Blättern und Stängeln können schwere Dermatitis verursachen.

Die Pflanzenteile des Gewöhnlichen Natternkopf sind für kleinere Warmblüter durch den Gehalt an Allantoin und durch Pyrrolizidinalkaloide, z. B. Heliosupin, giftig. Beim Menschen besteht kaum Vergiftungsgefahr. Schafe neutralisieren die Inhaltsstoffe in ihren Vormägen.

Damals waren die Anwendungsmöglichkeiten üblich, heute gibt es dafür bessere Pflanzen.

In der Küche können die kleinen blauen Blüten jeden Salat aufwerten. Die jungen Sprosse und zarten Blätter können in Salate und wie Spinat zu den verschiedensten Gemüsegerichten gegeben werden.

Nach der Sonnenmethode nach Bach kann man eine Blütenessenz herstellen, die das innere Gleichgewicht und die Verwurzelung stärken.

Das Echiumöl wird aus den Samen des Natternkopfs gewonnen, das in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie Verwendung findet. Als Nahrungsergänzungsmittel wird das Öl bei Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren Bedarf angewandt.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Kommentar verfassen