Lärche, Europäische (Larix decidua)

Wirkung:

wundheilend, antiseptisch, durchblutungsfördernd, schleimlösend

Anwendungsbereiche:

Abführmittel, Wunden, Entzündungen, Husten, Bronchitis, Erkältungskrankheiten, Grippe, unreine Haut, Nierenerkrankungen

Verwendete Pflanzenteile:

Harz, junge Nadeln

Sammelzeit:

Mai bis Juni, Herbst

Zu finden:

In allen Gebirgswäldern bis auf über 2000 Meter Höhe.

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Harzsäuren (Laricinolsäure), Bernsteinsäure, Bitterstoffe, Farbstoffe, Larixylacetat

Sonstiges:

Die Europäische Lärche ist ein sommergrüner Baum, der bis zu 54 Meter hoch und über 2 Meter dick werden kann. Ihre Krone ist pyramidal bis kegelförmig, und die kurzen Triebe haben Ringe aus Schuppen. Lärchen können bis zu 600 Jahre alt werden, mit einigen Exemplaren, die sogar älter sind. In Blitzingen wurde ein 30 Meter hoher Baum mit 686 Jahresringen gefunden, der etwa 1280 gekeimt haben muss. Die typischen Wurzeln der Lärche wachsen tief in steinigen Böden und zeigen viele Verkrümmungen. Die Rinde der Lärchen ist bei jungen Bäumen glatt und wird später tief gefurcht. Die Nadeln sind 10 bis 30 mm lang, biegsam und stehen in Büscheln. Im Herbst färben sie sich goldgelb und fallen ab. Die Lärche ist monözisch, hat männliche und weibliche Blüten auf demselben Baum und bildet hellbraune, eiförmige Zapfen, die im nächsten Frühjahr reif sind.

Sie wirft, im Unterschied zu anderen Nadelbäumen, ihre Nadeln bei Winterbeginn ab. Im Frühling und im Herbst sammelt man das Harz. Der Baum kann 600 Jahre alt werden und geht mit manchen Pilzarten eine Symbiose ein.

Mit der Lärche verbunden ist der Glaube an die „saligen“ Waldfräulein, die lichten Baumgöttinnen der Vorfahren, deren Nachfolge in christlicher Zeit Maria antrat. Lärchen gelten als besonders liebenswürdige und menschenfreundliche Bäume. Sie sind (weiblicher) Schutzbaum bei Gehöften und alleinstehenden Gebäuden, in ihnen wohnt der gute Hausgeist.

Lärchenterpentin zählt seit Jahrhunderten zu den wichtigsten und edelsten Harzen, die man arzneilich verwendet. Es ist feiner und riecht auch aromatischer, als das der Fichten oder Föhren. Es wirkt in einer Salbe, als desinfizierende und keimtötende Auflage bei eitrigen Wund und bei Entzündungen.

Lärchengeist entsteht durch Destillation des Lärchenharzes und Auszug des Harzes in Alkohol.

2012 wurde die Lärche zum Baum des Jahres gewählt.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Kommentar verfassen