Wirkung:
harntreibend, schleimlösend, darmregulierend, blutreinigend
Anwendungsbereiche:
schmerzhafte Blähungen, Prostatabeschwerden, als schleimlösender Hustentee für Kinder, Husten, Infektanfälligkeiten, Cellulite, sorgt für festes Bindegewebe, für gute Nerven, senkt den Harnsäurespiegel
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Früchte, Blätter, Rinde, Harz
Sammelzeit:
April, Mai oder Juli, August
Zu finden:
Im Garten, auf Kirschbaumplantagen, bei Bauern
Inhaltsstoffe:
Provitamin A, Kalium, Kalzium, Vitamin C, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Fruchtsäure, Amygdalin, ätherisches Öl, Harz, Pektin
Sonstiges:
☕ Tee: 2 Teelöffel getrocknete Kirschenstiele mit 1/4 Liter kaltem Wasser zustellen, aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen. Mit Honig gesüßt trinken. 1 bis 2 Tassen pro Tag helfen bei Husten, sind aber auch ein harntreibendes Mittel.
Die Vogelkirsche ist ein sommergrüner Baum, der Höhen von 15 bis 20 Metern, selten bis zu 30 Metern, erreicht. Der Stammdurchmesser kann über 60 Zentimeter betragen und manchmal mehr als 1 Meter erreichen. Die Rinde junger Zweige ist anfangs grün und wird später rötlich grau. Sie hat breite, rostfarbene Lentizellen. Die Borke löst sich waagerecht ab und wird „Ringelborke“ genannt, was möglicherweise zur Immunität gegen Mistelbefall beiträgt. Ihre Krone ist breit kegelförmig, die Zweige sind dick und haben viele Kurztriebe. Die Laubblätter sind wechselständig, mit einem Blattstiel von 2 bis 7 Zentimetern und rötlichen Nektardrüsen. Die Blattspreite ist 3 bis 15 Zentimeter lang, elliptisch bis eiförmig und hat unregelmäßig gesägte Ränder. Die Herbstfärbung des Laubes ist intensiv rot und gelb. An Kurztrieben bilden sich kleine Blütenstände mit meist drei bis vier Blüten. Diese erscheinen von April bis Mai. Die Blüten sind radiärsymmetrisch, mit fünf Kelchblättern und weißen Kronblättern, und die Staubblätter sind gelb. Die Früchte sind süß und reifen von Juni bis Juli, färben sich dann schwarzrot.
Die Wilde Vogelkirsche (Prunus avium subsp. avium) ist die Basis für die Zuchtformen Knorpelkirsche (Prunus avium subsp. duracina) und Herzkirsche (Prunus avium subsp. juliana). Diese Arten haben größere Blätter und süßere Früchte und werden als Süßkirsche bezeichnet.
Die Kirsche begeistert im Frühjahr durch seine wolkige weiße Blütenbracht und in den Monaten Mai und Juni durch aromatische Früchte. Es wird zwischen Süß- und Sauerkirschen unterschieden. Zur Saftgewinnung eignen sich besonders gut die dunklen, sauren Schattenmorellen.
In und unter den Kirschbäumen leben die Seelen der Verstorbenen und viele kleine Wald- und Baumgeister.
Kirschkernkissen werden gerne genommen zum erwärmen und helfen zur Beruhigung von Babys während der ersten Schreiphasen, bei Bauchschmerzen, Muskelschmerzen und so weiter.
Kneipp hält die chronisch kalten Füße für das Hauptübel der Kranken und für eine Hauptursache der Heilungshindernisse. Er sagt: Wenn sich jemand die Füße erkältet, so bekommt er nicht etwa Frostbeulen, sondern Grippe, Halsweh, Kiefer- oder Stirnhöhleninfekte, Magen-Darmkatarrhe und Nieren- oder Blasenleiden. Kneipp empfiehlt heiße Fußbäder mit „Prunus-Essenz“. Auch Vollbäder mit der Abkochung von Blättern, Rinde oder Stielen sind bei Infektanfälligkeiten zu empfehlen.
Die Vogel-Kirsche wurde 2010 zum Baum des Jahres gewählt.
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