Giftig
Wirkung:
magenstärkend, herzwirksam, krampflösend, adstringierend, beruhigend
Anwendungsbereiche:
Von einer Selbstanwendung wird abgeraten!
zur Geburtsvorbereitung, bei drohender Fehlgeburt, bei Gebärmuttererkrankungen, Menstruationsbeschwerden, lindert schmerzhafte Krämpfe in den Beinen, Koliken, Blasenschmerzen, Magenbeschwerden, bei angeborenen und erworbenen Herzklappenfehler, Erkältung, Asthma, nervöse Leiden, Nervenbeschwerden, Schwäche
Verwendete Pflanzenteile:
Rinde und Früchte
Sammelzeit:
nach dem ersten Frost,
Die Rinde wird im Herbst geerntet, bevor sich die Blätter verfärben, oder im Frühjahr, bevor sich die Blattknospen öffnen. Es wird zur späteren Verwendung getrocknet.
Zu finden:
In Auwäldern, an Wald- und Bachrändern.
Inhaltsstoffe:
Arbutin, Saponine, Flavonoide, Cumarine, Gerbstoffe, Virbunin, Oxolate
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel Rinde wird mit 1/4 Liter kaltem Wasser zugestellt, zum Sieden erhitzt und nach einer kurzen Ziehzeit abgegossen. 2 Tassen pro Tag sind ausreichend.
Der Gewöhnliche Schneeball ist ein sommergrüner Strauch, der 1,5 bis 6 Meter hoch werden kann. Die Winterknospe hat 4 bis 6 mm lange Stiele und zwei Paar kahler Knospenschuppen. Borke kann dünn oder dick und korkig sein. Die zunächst stumpfkantigen Zweige sind grünlich-braun oder rötlich und haben eine kahle oder spärlich behaarte Rinde mit hervorgehobenen Lentizellen. Ab dem zweiten Jahr sind die Zweige rund und besitzen eine gelbliche oder rot-braune Rinde. Die gegenständigen Laubblätter bestehen aus Blattspreite und -stiel, wobei der kräftige Stiel 1 bis 5 cm lang ist und Drüsen hat. Die Blattspreiten sind 6 bis 12 cm lang und 5 bis 10 cm breit, meist drei- bis fünf-lappig. Die Blattenden sind spitz und die Ränder unregelmäßig gezähnt. Die Oberseite der Blätter ist wenig behaart, die Unterseite hat abstehende Haare. Die Mittelader ist erhaben und die Blätter sind im oberen Bereich schmaler, länglich-lanzettlich und manchmal ungelappt. Nebenblätter sind pfriemförmig und 1 bis 5 mm lang. Die Blüten erscheinen nach den Blättern und blühen in China von Mai bis Juni und in Mitteleuropa von Mai bis August. Der kräftige Blütenstand hat einen Durchmesser von 5 bis 12 cm und hat viele große, sterile und gut duftende Blüten am Rand. Bei der Sorte ‚Roseum‘ sind alle Blüten steril. Die Blüten haben fünf grüne Kelchblätter und fünf weiße Kronblätter, die bei den sterilen Blüten verwachsen sind und eine auffällige Krone bilden. Bei den fruchtbaren Blüten sind die Kronblätter in einer kurzen Kronröhre verwachsen. Der Fruchtknoten ist dreikammerig, aber nur eine Kammer ist fertil und hat eine Samenanlage. Die Steinfrucht ist etwa 8 bis 10 mm groß, reift von August bis November und färbt sich von gelb nach rot.
🛑 Vorsicht bei rohen Beeren sie sind giftig und es kann zu Erbrechen und Durchfall kommen wenn man sie frisch isst.
In der Küche können die gekochten Früchte zu Marmelade oder Gelee verarbeitet werden.
Die Randblüten auf den Doldenrispen der Herzbeere / dem Schneeball sind größer als die in der Mitte, aus denen sich kugelig rote Beeren entwickeln.

Jährlich verarbeitet man in der Türkei Tonnen an Früchten zu Gilaboru-Wasser. Dazu setzt man die Beeren in solehaltigem Mineralwasser an. Es soll für den Stoffwechsel, Galle und Leber sehr gesundheitsfördernd wirken.
Man betreibt damit sogar Krebsvorsorge. Den Gilaboru-Saft erhält man in türkischen Läden, aber auch online ist er zu kaufen.
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