Heilwurz (Seseli libanotis syn. Libanotis montana)

Wirkung:

schweißtreibend, bähungswidrig, nierenstärkend, blutreinigend

Anwendungsbereiche:

regt den Stoffwechsel an, hilft gegen entzündlichen Prozessen im Körper, Sprachstörungen, löst Verschleimungen im Brustraum, ist erste Hilfe bei epileptischen Anfällen, Husten, Blähungen, hilft der Niere überflüssige Stoffwechselprodukte auszuscheiden, reinigt die Harngänge und Blase, normalisiert die Monatsblutung, vertreibt Zahnschmerzen, Geschwüre, Feigwarzen, Wunden, Brüche, Gelbsucht, Lebererkrankungen, Vorbeugemittel gegen ansteckende Krankheiten, reinigt das Blut, reduziert Hautausschläge, Gebärmutterkrämpfen, Atemnot, chronischem Husten, Leibschmerzen, Eingeweideleiden, rezidivierendem Fieber

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel, Kraut, Samen

Sammelzeit:

Herbst und Frühjahr

Zu finden:

Wächst in den südlichen Bergregionen auf wärmespeichernden Felsen.

Inhaltsstoffe:

Sulfur, Saponine, soweit sonst nicht bekannt

Sonstiges:

Die Heilwurz ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die 20 bis 120 Zentimeter hoch wird, selten bis zu 1,5 Metern. Sie hat nur grundständige Laubblätter, die nach der Blüte als Faserschopf verbleiben. Nach der Samenbildung stirbt die Pflanze ab. Die vegetativen Teile sind kahl, der aufrechte Stängel ist nur unterhalb der Blüten etwas behaart. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet und in Blattscheide, -stiel und -spreite gegliedert. Die grau-grünen Blattspreiten sind gefiedert, die Fiederabschnitte sind eiförmig-lanzettlich. Die Blütezeit ist von Juni bis August, und der Blütenstand enthält viele Döldchen. Die Blüten sind zwittrig mit einer doppelten Blütenhülle; die Kelchblätter sind bewimpert und fallen zur Fruchtreife ab. Die Kronblätter sind weiß, etwa 1 Millimeter lang und können spärlich behaart sein. Die Früchte sind eiförmig und mit kurzen Haaren besetzt.

Die Blätter des Heilwurz sind fenchelartig, aber etwas fester und von dunklerem Grün.

Die Wurzel riecht etwas nach Weihrauch.

🛑 Achtung!!! Genau bestimmen, damit es zu keiner Verwechslung mit anderen, giftigen Doldenblütlern kommt!!! Wegen der Verwechslungsgefahr mit anderen, teils hochgiftigen Doldenblütlern wie den Schierling-Arten wird von der Verwendung selbstgesammelter Wildpflanzen aber abgeraten.

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