Feigenbaum (Ficus carica)

Wirkung:

verdauungsfördern, erweichend, magenwirksam, milchbildend

Anwendungsbereiche:

Verstopfung, helfen bei der Verdauung, hilft gegen die Angst, stimmt friedlich, Unfruchtbarkeit der Frau, Bronchien, Entzündungen im Mundbereich, Zahnfleischentzündung, eitriger Zahn, Schmerzen, Abszessen, Hautentzündungen, Warzenmittel, verschönert Narben

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter, Frucht

Sammelzeit:

September, Oktober

Zu finden:

Sammeln kann man nur in den Mittelmeerländern.

Inhaltsstoffe:

Säuren, Eiweiß, Kohlenhydrate, Kalzium, Phosphor, Eisen, Karotin, Niacin, Riboflavin, Furocumarine, Schleimstoffe

Sonstiges:

Die Feige wächst als Strauch oder kleiner Baum mit einer Höhe von drei bis zehn Metern. In Deutschland erreichen Feigenbäume selten eine Höhe von mehr als 5 oder 6 Metern. Die Größe und Form sind je nach Sorte unterschiedlich. Die Krone ist bei älteren Pflanzen weit und unregelmäßig, der Stamm knorrig und gedreht, und die Zweige sind dick und gerade. Die graubraune Borke hat sichtbare Lentizellen und die glatte Rinde ist hellgrau. Die Pflanze produziert einen Milchsaft, der bei Berührung mit Sonnenlicht Hautreizungen verursachen kann. Die Blätter sind wechselständig, kräftig, kurz gestielt und variieren in Form und Größe je nach Sorte. Die Blütenstände sind grün und unscheinbar, sehen aus wie kleine Feigen und entstehen durch das Wachstum der Blütenstandsachse. Kulturfeigen sind meist getrenntgeschlechtlich, wobei es männliche und weibliche Pflanzen gibt. Nach der Bestäubung entwickelt sich die Frucht innerhalb von drei bis fünf Monaten zur bekannten Feige, die je nach Sorte grün oder dunkelviolett ist. Feigenbäume können bis zu dreimal jährlich Früchte tragen, wobei die Fruchtbildung von den Knospen des Vorjahres und aktuellen Jahres abhängt. Die Bocksfeige produziert oft ungenießbare Früchte, während die Sorte White Marseille essbare und süße Früchte mit einem Hauch von Banane oder Melone liefert.

🛑 Die winzigen, unreifen Feigen sind giftig, ebenso die Blätter und der Milchsaft.

In der Küche kann man sie mit anderem Obst oder allein zu Kompott verarbeiten, süßsauren Chutneys, Marmelade und Sirup. Sie passen zu jedem schweren Fleischmenüs. Getrocknete Feigen kann man als Studentenfutter zusammen mit Nüssen essen, außerdem im Müsli, im Brot, Kuchen oder Fruchtsalaten. In Gewürzen werden sie als Geschmacksverstärker genommen.

Nährwert pro 100 g Feige
Brennwert310 kJ (74 kcal)
Wasser79,1 g
Eiweiß0,75 g
Kohlenhydrate19,2 g
– davon Zucker16,3 g
– Ballaststoffe2,9 g
Fett0,3 g

Vitamine und Mineralstoffe
Vitamin A7 µg
Vitamin B10,06 mg
Vitamin B20,05 mg
Vitamin B30,4 mg
Vitamin B50,3 mg
Vitamin B60,113 mg
Vitamin B96 µg
Vitamin C2 mg
Vitamin E0,11 mg
Vitamin K14,7 µg
Calcium35 mg
Eisen0,37 mg
Magnesium17 mg
Natrium1 mg
Phosphor14 mg
Kalium232 mg
Zink0,15 mg
Kupfer0,07 mg
Mangan0,128 mg
Selen0,2 µg

Während der Fortpflanzung spielen kleine Wespen eine wichtige Rolle, doch nach der Bestäubung verenden sie in der Blüte. Wer also eine Feige isst, isst sehr wahrscheinlich auch eine Wespe mit.

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Bild: Wikipedia, Fir0002, CC BY-SA 3.0

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